Marko Marin ist Werder Bremens neuer «Zehner», doch einen Vergleich mit seinem Vorgänger im Trikot mit der Rückennummer 10 lehnte er ab.
«Ich bin nicht wie Diego. Wir sind nicht die gleichen Typen. Das müsste jedem klar sein», sagte der Fußball-Nationalspieler zum Dienstantritt beim DFB-Pokalsieger. Nach einem zweiwöchigen Urlaub überzeugte der U 21-Europameister gleich bei der ersten Übungseinheit im österreichischen Bad Waltersdorf als Torvorbereiter.
Für die Werder-Verantwortlichen ist der Ex-Gladbacher aber kein Wundermann. «Wir erwarten nicht, dass er die Welt verändert. Wir müssen, ähnlich wie anfangs bei Mesut Özil, Geduld haben und sind darauf vorbereitet, ihn auch mal rauszunehmen und die Belastung zu dosieren», erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs über den 8,2 Millionen Euro teuren Zugang. Auch Marin will sich durch die hohe Ablösesumme nicht unter Druck setzen lassen. «Ich möchte mich bei Werder persönlich weiterentwickeln, den nächsten Schritt machen und freue mich, dass es endlich losgeht», sagte der 20-jährige Profi.
Marin, der am 15. Juli im Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten FK Jablonec erstmals zum Einsatz kommen soll, ist nach dem angeschlagenen Stürmer Marcelo Moreno der zweite namhafte Zugang beim Bundesligaclub. Auf der Wunschliste stehen weiterhin Tim Borowski (Bayern München) und Claudio Pizarro (FC Chelsea). Derzeit stehen die Zeichen für eine Rückkehr Borowskis nicht schlecht. Allofs hat bereits mit Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge telefoniert. Eine Einigung könnte in der nächsten Woche erzielt werden.