Eintracht will sich angeblich von Funkel trennen
Frankfurt/Main (dpa) - 20.05.2009, 19:00 Uhr
Friedhelm Funkel ist seit fünf Jahren Trainer von Eintracht Frankfurt.
Eintracht Frankfurt will sich angeblich von Trainer Friedhelm Funkel trennen. Dies solle der Vorstandsvorsitzende des Fußball-Bundesligisten, Heribert Bruchhagen, auf einer Pressekonferenz verkünden. Eintracht-Sprecher Michael Feick wollte die Informationen der Online-Ausgabe der «Frankfurter Rundschau» über eine sofortige Trennung vor dem letzten Heimspiel gegen den Hamburger SV jedoch nicht bestätigen: «Dies ist absoluter Quatsch.» Funkel werde bei der turnusmäßigen Pressekonferenz ganz normal anwesend sein. Weder Bruchhagen noch Vereins-Präsident Peter Fischer waren für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Hessische Rundfunk berichtete von einer für den 21. Mai einberufenen Sondersitzung. Aufsichstratschef Herbert Becker, einer der größten Funkel-Kritiker, bestätigte diese geplante Zusammenkunft, verweigerte aber ansonsten jeden Kommentar.
Funkel war nach einer völlig verkorksten Saison mit unglaublich vielen verletzten Spielern immer heftiger in die Kritik geraten. Der Tabellen-13. hatte erst am vorletzten Spieltag letzte Zweifel am Klassenverbleib beseitigt, obwohl man 0:2 beim VfL Bochum verloren hatte. Zuvor hatte es beim 0:5 gegen Werder Bremen in der Commerzbank-Arena heftige Unmutsbekundungen von den Fans gegeben. «Ich habe keine Angst, schon gar nicht um meinen Job», hatte der 55-jährige Funkel noch beim Training am 19. Mai gesagt. Nach Informationen der «Frankfurter Rundschau» will der dreiköpfige Vorstand der Eintracht am Himmelfahrtstag die Gremien informieren. Um 12.00 Uhr soll die Öffentlichkeit vom Vorstandsbeschluss in Kenntnis gesetzt werden. Das Vormittagstraining, das für zehn Uhr angesetzt war, ist bereits auf 14 Uhr verschoben worden. Für Funkel würde bei einer Beurlaubung eine fünfjährige Amtszeit bei den Hessen enden. |