Werder im Halbfinale - 3:3 bei Udinese Calcio
Udine (dpa) - 16.04.2009, 23:25 Uhr
Der Bremer Diego jubelt über sein Tor zum 1:1-Ausgleich.
Dank seines über Nacht wiedergenesen Superstars Diego hat Werder Bremen zum vierten Mal das UEFA-Pokal-Halbfinale erreicht und die Hoffnungen auf den erstmaligen Gewinn des Cups genährt. Der Brasilianer erzielte beim 3:3 (1:3) bei Udinese Calcio zwei Tore selbst (28./60. Minute) und lieferte zum dritten Treffer durch Claudio Pizarro (73.) die Vorarbeit. Das Remis reichte für den vor allem in der ersten Halbzeit optisch unterlegenen Tabellen-Zehnten der Fußball-Bundesliga, um nach dem 3:1 im Hinspiel in die Vorschlussrunde am 30. April und 7. Mai einzuziehen. Dort kommt es im ersten deutschen UEFA-Cup-Semifinale seit 20 Jahren zum Duell mit dem Hamburger SV. Der Nord-Rivale leistete sich zwar eine 1:2-Niederlage bei Manchester City, was aber nach dem 3:1-Hinspielsieg vor eigenem Publikum ebenfalls das Halbfinale bedeutete. Gökhan Inler (15.) hatte den Tabellen-Zwölften der italienischen Serie A in Führung gebracht, Fabio Quagliarella (30./38.) für die zwischenzeitliche 3:1-Führung des Gastgeber gesorgt. Vor dem 3:3 durch Pizarro war Diego in einem packenden Spiel mit einem an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter an Udinese-Torwart Samir Handanovic gescheitert (72.). Den Eckball des 24 Jahre alten Brasilianers verwertete Pizarro aus kurzer Distanz zum wichtigen Ausgleich.
«Wenn man sich das Leben so schwer macht wie heute, fällt die Freude nicht überschwänglich aus», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. «In der zweiten Halbzeit haben wir es wesentlich besser gemacht und waren in der Offensive gefährlicher. Entscheidend war, dass wir die Treffer erzielt haben und ihnen damit die Hoffnung geraubt haben. Am Anfang haben wir uns das Leben noch sehr schwer gemacht und waren viel zu passiv», analysierte Bremens Coach. Folgerichtig hatte die Partie im spärlich gefüllten Stadio Friuli mit einem frühen Rückschlag für Werder begonnen. Keine Viertelstunde war gespielt, als Inler mit einem Schuss aus 25 Metern Bremens Torwart Tim Wiese keine Abwehrchance ließ. Die Norddeutschen hatten große Probleme mit dem hohen Tempo der Italiener. Udine setzte mit drei Stürmern auf Offensive und den Gast damit unter Dauer-Druck. Weil sich aber auch die Bremer nicht versteckten und dagegenhielten, entwickelte sich eine sehenswerte Partie mit zahlreichen Torchancen - und gleich vier sehenswerten Toren noch vor der Halbzeit. |