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DFL gründet Stiftung «Football against hunger»

Frankfurt/Main (dpa) - 26.02.2009, 13:50 Uhr

DFL-Präsident Reinhard Rauball bei einer Pressekonferenz.
DFL-Präsident Reinhard Rauball bei einer Pressekonferenz.

Mit der europaweiten Aktion «Football against hunger» startet die neue Stiftung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am 25. Bundesliga-Spieltag vom 20. bis 22. März ihre erste Aktion.

Das Kapital der Stiftung beträgt 1 Million Euro, jeweils 500 000 bringen dabei die Organisation der 36 Profivereine und der Ligaverband ein. «Die Bundesliga ist die emotionalste Marke, die es in Deutschland gibt. Daraus erwächst auch eine gewisse soziale Verantwortung», sagte der Stiftungsvorsitzende Tom Bender, zugleich Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der DFL.

Ein Mittelkreis in Herzform ist das Logo der Stiftung, die in vier Bereichen tätig sein will: Kinder und Nachwuchs, Menschen mit Behinderung, Integration und Engagement für andere Sportler. Da der Stiftungsstock nicht angerührt werden darf, will die DFL durch Projekte neue Gelder einspielen. DFL-Aufsichtsratsmitglied Kurt Gaugler (Burghausen) ist der hauptamtliche Geschäftsführer, Vorsitzender des Stiftungsrats der Liga-Präsident Reinhard Rauball. Zudem wird derzeit ein Kuratorium zusammengestellt.

Ausdrücklich betonte Bender, dass man nicht in Konkurrenz zu den Vereinen, Profis und Trainern treten will, die sich bereits auf vielfältige Weise engagieren. Geldstrafen, die im Profifußball anfallen, gehen künftig nicht nur in die Sozialwerke des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der nach eigenen Angaben jährlich drei Millionen Euro für soziale Zwecke ausgibt, sondern auch an die DFL-Stiftung.

«Wir wollen, dass dauerhaft Geld aus dem Profifußball in die Stiftung fließt», erklärte Bender, der aber keine konkrete Summen nennen wollte: «Wir wollen erstmal loslegen und dann drüber reden.» Auch die Einnahmen aus einem Benefizspiel alle zwei Jahre zwischen der Nationalmannschaft und einer Liga-Auswahl, das im neuen Grundlagenvertrag festgelegt werden soll, zählen dazu. «Es geht nicht nur um Geld. Die Menschen wollen uns oft auch als Öffentlichkeits- Plattform. Es gibt ganz viele, die bitten uns nur um eines: Dass wir sie ideell unterstützen.»

An der Aktion «Football against hunger» wollen die Ligen in fast 1000 Stadien Europas teilnehmen. Dabei sollen die Hilfsprojekte der Vereinten Nationen unterstützt werden.


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