S04 streicht Streit und Lövenkrands aus dem Kader
Gelsenkirchen (dpa) - 04.01.2009, 20:03 Uhr
Die Schalker Lövenkrands (l) und Streit kommen mit dem Team zum Trainingsgelände.
Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat nach dem Start in die Rückrunden-Vorbereitung personelle Konsequenzen gezogen. Wie der Verein mitteilte, wurden die Profis Albert Streit und Peter Lövenkrands aus dem Bundesliga-Kader gestrichen. «Diese Entscheidung hat allein sportliche Gründe. Beide Spieler haben in der Vergangenheit geäußert, dass sie Schalke gerne verlassen würden», sagte Manager Andreas Müller. Beide sollen künftig mit der 2. Mannschaft trainieren. Müller wirft Streit und Lövenkrands vor, nicht mit vollem Einsatz bei der Sache zu sein. «Wir brauchen einen Kader, in dem jeder sich voll und ganz auf Schalke konzentriert und nicht mit den Gedanken schon anderswo ist», meinte der Manager. Konsequenzen soll auch das unentschuldigte Fehlen des brasilianischen Spielers Zé Roberto haben. Der Offensiv-Akteur hatte in der Winterpause via brasilianischen Medien Abwanderungsgedanken geäußert und nun seine Ankündigung umgesetzt, nicht zum Trainingsstart zu erscheinen. «Er hat einen klaren Verstoß gegen seinen Arbeitsvertrag begangen», meinte Müller, der nun den Kontakt zum Profi suchen will. Insgesamt fehlten Schalke-Coach Fred Rutten beim Trainingsauftakt nach der Winterpause neun Spieler. Der von Bundestrainer Joachim Löw ausgebootete Nationalstürmer Kevin Kuranyi sowie Lewan Kobiaschwili und alle Schalker Profis aus Südamerika durften den ersten Waldlauf auslassen. «Das ist so abgestimmt, ich habe das entschieden. Für mich ist das nicht ungewöhnlich», sagte Rutten. Zu den Gründen für den verlängerten Urlaub wollte sich der Niederländer nicht äußern: «Das behalte ich für mich.» Die erste Einheit am Berger See dauerte rund 70 Minuten. Immerhin 22 Spieler waren dabei.
Neben Kuranyi und Kobiaschwili nahmen dann am zweiten Trainingstag auch Marcelo Bordon, Rafinha, Jefferson Farfan, Vicente Sanchez, Carlos Großmüller und Carlos Zambrano die Arbeit auf. Rutten hatte nach Vereinsangaben angeordnet, dass Spieler mit weiten Abreisen aus dem Weihnachtsurlaub, zum Beispiel aus Südamerika oder Georgien, einen Tag länger wegbleiben durften. In den kommenden Tagen hat der Niederländer zwei Einheiten pro Tag angesetzt und will dabei auf dem Feld, in der Halle oder im Kraftraum arbeiten lassen. Zudem gab der Bundesligist bekannt, dass der ursprünglich bis zum Saisonende laufende Vertrag mit Mittelfeldspieler Gustavo Varela zum 31. Dezember 2008 aufgelöst worden ist. Der 30 Jahre alte Uruguayer hatte nach vielen Verletzungen in der Hinrunde kein Spiel bestritten. «Es ist für beide Seiten besser, zum jetzigen Zeitpunkt auseinander zu gehen», sagte Müller. Stattdessen soll der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler Danny Latza fest in den Bundesliga-Kader aufgenommen werden.
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