Bundesligisten lassen im Pokal Federn
Düsseldorf (dpa) - 24.09.2008, 12:51 Uhr
Hannovers Torhüter Enke (l) und Schalkes Kuranyi gehen nach Spielende über den Rasen.
Null Ausfälle zum Auftakt, vier Pleiten in Runde zwei: Die Fußball-Bundesliga lässt im DFB-Pokal Federn. Besonders schmerzhaft wurden Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln aus den Berlin-Träumen gerissen. Der viermalige Cup-Gewinner aus Hessen verlor gegen Zweitligist Hansa Rostock 1:2 nach Verlängerung, der Club von Christoph Daum musste sich beim 1:3 als Gast des FSV Mainz 05 ebenfalls einem unterklassigen Konkurrenten beugen. Für Borussia Mönchengladbach (0:3 bei Energie Cottbus) und Hannover 96 (0:2 beim FC Schalke 04) bleibt der zweifelhafte Trost, wenigstens gegen Erstliga-Rivalen ausgeschieden zu sein. «Diese Niederlage tut sehr weh, aber wenn man aus zehn Chancen nur ein Tor macht, wird das bestraft» - Frankfurts Cheftrainer Friedhelm Funkel war bedient, zumal der Brasilianer Caio kurz vor Schluss der Normalspielzeit mit einem Foulelfmeter an Hansa-Keeper Jörg Hahnel scheiterte. Funkel: «Wenn man so ein Geschenk nicht nutzt, darf man sich am Ende nicht wundern.» Rostocks Kapitän Enrico Kern, der Mann mit den unterschiedlichen Schuhgrößen 9,5 und 10, versetzte der Eintracht den K.o. (101.). Kern hatte nach dem 0:1 durch Martin Fenin (44.) in der 53. Minute auch den Ausgleich erzielt.
Bundesliga-Aufsteiger Köln rutscht immer tiefer in die Krise. Das 1:3 in Mainz durch Gegentreffer von Aristide Bancé (61.), Miroslav Karhan (68./Foulelfmeter) und Milorad Pekovic (79.) war schon die dritte Pflichtspiel-Niederlage nacheinander. «Klar wird es jetzt Kritik hageln und Druck von außen geben. Das müssen wir aushalten», kommentierte Daum kleinlaut die Pleite, bei der schon das Anschlusstor durch Youssef Mohamad (73.) als Positivum registriert wurde: «Das war ein Fortschritt gegenüber dem, was wir in den anderen Spielen gesehen haben», meinte FC-Manager Michael Meier und forderte «volle Konzentration» auf die Erstliga-Partie gegen Liga-Tabellenführer FC Schalke 04. Auch Mönchengladbach und Hannover sind nicht zu beneiden. Beiden gelang in der Bundesliga erst ein Sieg, das Pokal-Aus der Borussia in Cottbus durch drei Elfmeter-Tore von Dimitar Rangelow (42.) und Ervin Skela (73./89.) sowie das 0:2 der Niedersachsen auf Schalke nach Toren von Heiko Westermann (56./78.) lassen die Alarmglocken läuten. «Solche Fehler darfst du nicht mal in der dritten Liga machen», schimpfte Borussen-Angreifer Oliver Neuville. Trainer Jos Luhukay tat die Niederlage «richtig weh». Er machte sich selbst Mut: «Jetzt können wir uns zumindest voll auf die Bundesliga konzentrieren.» |