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Freiburg erobert Spitze - Kaiserslautern zieht nach

München (dpa) - 22.09.2008, 22:23 Uhr

Der Fürther Stephan Schröck (r) wird von Paljic Dragan gestoppt.
Der Fürther Stephan Schröck (r) wird von Paljic Dragan gestoppt.

Mit dem dritten Sieg in Serie hat der SC Freiburg seine Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauert und erstmals in dieser Saison die Spitze in der 2. Fußball-Bundesliga erstürmt. Punktgleich auf Platz zwei folgt der 1. FC Kaiserslautern.

Zum Abschluss des fünften Spieltags gewannen die Pfälzer verdient mit 1:0 (0:0) bei der SpVgg Greuther Fürth und siegten im vierten Spiel hintereinander. Kaiserslautern muss allerdings wegen der schlechteren Tordifferenz mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen. Martin Amedick (62. Minute) erzielte vor 9400 Zuschauern per Kopfball den Siegtreffer für den seit acht Ligaspielen unbesiegten FCK und besiegelte die erste Saison-Heimniederlage der Fürther, die seit dem 1:0-Pokalerfolg im August 1996 kein Heimspiel gegen die Lauterer gewonnen haben.

«Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden, aber nach der Pause haben wir so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. Die Abwehr stand gut, die Offensivspieler haben gut nachgesetzt. Der Sieg ist verdient», sagte Lauterns Trainer Milan Sasic.

Die Breisgauer aus Freiburg fertigten SV Wehen Wiesbaden mit 5:0 (1:0) ab und feierten damit im dritten Heimspiel den dritten Erfolg. Neuling FC Ingolstadt besiegte den VfL Osnabrück mit 2:1 (1:0), im Duell der Aufsteiger gewann der FSV Frankfurt gegen Rot-Weiß Oberhausen 3:1 (1:1).

«Jetzt wird sich zeigen, ob wir mit der Favoritenrolle umgehen können», sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt. «Wir haben Spaß zu Hause», freute sich sein dreifacher Torschütze Mohamadou Idrissou. «Ich hoffe, das geht bis zum Ende der Saison weiter. Unser Ziel ist der Aufstieg.» Neben Idrissou (53./83./90.+1) traf Jonathan Jäger (33./64.) per Doppelpack. Nach drei Pleiten in Serie konnte Ingolstadt gegen Osnabrück den zweiten Saisonsieg feiern: Ersin Demir machte den Dreier mit seinem Doppelpack (3./61.) perfekt, Fiete Sykora konnte nur verkürzen (88.). Im Duell der Neulinge gab Frankfurt gegen Oberhausen dank des Dreierpacks von Matias Cenci die Rote Laterne an die Gäste ab. Cenci war mit zwei Foulelfmetern (19./77.) und per Kopfball (72.) erfolgreich, für die Gäste traf Markus Kaya (34./Foulelfmeter).


Wie Spitzenreiter Freiburg und Nachzügler Lautern ist auch Mainz 05 ungeschlagen und unterstrich beim 2:0 gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg seine Aufstiegsambitionen. «Wir haben kein gutes Spiel gemacht, aber ein dreckiges 2:0 geholt», sagte Coach Jörn Andersen und nutzte den dritten Sieg zur Kampfansage an die Konkurrenz. «Wir wollen jedes Spiel gewinnen und uns oben festbeißen.» Abgeschlagen auf Rang 14 und schon acht Punkte hinter Freiburg liegt Nürnberg. «Wir sind an einem Punkt, an dem sich die Dinge entscheiden», beschrieb «Club»-Coach Michael Oenning den Ernst der Lage. Besserung scheint zunächst nicht in Sicht: Ausgerechnet inmitten der sportlichen Krise steht am Mittwoch mit dem Auftritt im DFB-Pokal beim FC Bayern München eine kaum lösbare Aufgabe an.

Tuchfühlung zur Spitze nahm der MSV Duisburg auf, der Alemannia Aachen dank des Dreierpacks von Cedrick Makiadi mit 3:2 besiegte. Über seine Tore und den Sieg freute sich der Kongolese, für «Trainer raus»-Rufe gegen Coach Rudi Bommer hatte er kein Verständnis. «Wir haben für den Trainer gespielt. Es geht nur gemeinsam.» Mit einem blauen Auge kam Bundesliga-Absteiger Hansa Rostock beim 2:2 bei Neuling Rot Weiss Ahlen davon. «Wir waren von Beginn an ein Hühnerhaufen», erkannte Torhüter Jörg Hahnel, der sich immerhin über den späten Ausgleich durch Benjamin Lense freuen durfte. Ahlen verpasste den vierten Saisonsieg, Trainer Christian Wück war aber hoch zufrieden. «Das war eine Klasse-Leistung von meiner Mannschaft.»

Restlos bedient war Trainer Marco Kurz nach dem 0:1 des TSV 1860 München beim FC St. Pauli. «Wer so ängstlich in ein Spiel geht, kann nicht punkten», klagte der Coach, der von seinen Profis «mehr Arsch in der Hose» forderte. Den zweiten Heimsieg feierte TuS Koblenz beim 2:1 gegen den FC Augsburg. «Wir haben innerhalb von vier Minuten das Spiel verloren», klagte Gäste-Coach Holger Fach.

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