Die Trends im europäischen Fußball und Erfahrungen aus der EM 2008 sind Thema einer UEFA-Konferenz mit Nationaltrainern und Technik-Experten in Wien. Unter anderem soll der Ex-Trainer von Fußball-Europameister Spanien, Luis Aragonés, vor seinen Kollegen referieren.
«Er wird uns erklären, warum das spanische Team so erfolgreich wurde», sagte der Leiter der Technischen Kommission der UEFA, Andy Roxburgh, bei einer Pressekonferenz in Wien. Bundestrainer Joachim Löw musste seine Teilnahme an der Konferenz wegen einer Knieverletzung absagen. Für den DFB sind Co-Trainer Hansi Flick und Teammanager Oliver Bierhoff in Wien.
Es sei eine sehr gute und interessante EM mit dem richtigen Sieger gewesen, bewertete der ehemalige österreichische Nationalcoach, Josef Hickersberger, den Wettbewerb im eigenen Land, bei dem er mit seinem Team in der Vorrunde gescheitert war. Der Standard sei hoch, habe allerdings die südamerikanische Fußballkunst nicht überholt: «Es wäre übertrieben von einer Vormachtstellung des europäischen Fußballs zu sprechen.» Im Vergleich zu seiner ersten Amtsperiode als österreichischer Trainer vor rund 20 Jahren habe sich der Fußball unglaublich weiterentwickelt.
Die Konferenz in Wien ist seit der Gründung der UEFA-Technikkommission 1994 das achte Treffen von Nationaltrainern und Technik-Experten. Sie sei ein Anlass, Ideen auszutauschen, der UEFA neue Vorschläge zu unterbreiten und diejenigen zu ehren, die erfolgreich waren, so Roxburgh. Unter anderem soll der ehemalige Brasilien-Coach Carlos Alberto Parreira den Vortrag «Wie gewinnt man eine Weltmeisterschaft?» halten.