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Europacup-Rückkehr der «Wölfe»: 1:0 in Bukarest

Wolfsburg (dpa) - 18.09.2008, 21:41 Uhr

Wolfsburgs Grafite (r) jubelt mit Makoto Hasebe nach dem Elfmetertor gegen Bukarest.
Wolfsburgs Grafite (r) jubelt mit Makoto Hasebe nach dem Elfmetertor gegen Bukarest.

Der VfL Wolfsburg hat sich nach neunjähriger Pause mit einem 1:0 (0:0)-Arbeitssieg auf der großen Fußball-Bühne zurückgemeldet, muss nun aber in Bukarest um das Weiterkommen bangen.

Nur dank einer starken ersten Halbzeit bezwangen die Niedersachsen Rapid Bukarest mit 1:0. Mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter sorgte der Brasilianer Grafite (45.) für das Tor des Abends. «Ich bin heilfroh, dass wir zu Null gespielt haben», sagte Trainer Felix Magath und war froh über den Wolfsburger Sieg in dem Erstrunden-Hinspiel des UEFA-Cups: «Das ist ein gutes Ergebnis.»

Vor 16 245 Zuschauern im eigenen Stadion vergab das Magath-Team jedoch viele gute Chancen und hat deshalb im Rückspiel am 2. Oktober ein schweres Stück Arbeit vor sich. «In Rumänen wird es noch einmal heiß hergehen. Da werden wir mentale Stärke brauchen», sagte Magath. Schon im Bundesliga-Nordderby gegen Spitzenreiter Hamburger SV wollen die «Wölfe» besser treffen. «Da wird richtig was los sein», versprach der Trainer. Der Tscheche Jan Simunek, der im Vorjahr mit dem 1. FC Nürnberg die erste UEFA-Cup-Runde gegen Bukarest überstanden hatte, stellte fest: «Die erste Halbzeit war besser. Da hätten wir mehr aus unseren Chancen machen müssen.»

Magath hatte dem Publikum in der Volkswagen-Arena Offensiv-Fußball versprochen. Und seine Mannschaft legte los wie die Feuerwehr. Edin Dzeko spielte fünf Tage nach dem 2:2 in Berlin neben Grafite als zweite Spitze. Gästetorhüter Rafael Urko Pardo stand in der einseitigen Partie im Blickpunkt und wurde zum großen Rückhalt seines Teams. Auf der Bank grantelte der Wolfsburger Trainer, denn sein Team vergab die toll herausgespielten Chancen gleich serienweise.

Abwehrspieler Marcel Schäfer zwang nach knapp einer halben Stunde mit seinem Schuss aus gut 20 Meter den spanischen Keeper im Bukarester Tor zu einer weiteren Glanzparade. Fünf Minuten später fälschte Constantin einen strammen Schuss des Japaners Hasebe ins Tor-Aus ab. Und so musste ein Elfmeter her, um den Hausherren die hochverdiente Führung zu bescheren. Nach einem Rempler des Brasilianer Cesinha gegen den Hasebe im Strafraum sorgte Grafite mit dem sicher verwandelten Strafstoß für die längst überfällige Führung. «Wolfsburg hat verdient gewonnen, aber wir kommen weiter», sagte Bukarest-Trainer José Peseiro.

Trotz millionenschwerer Investitionen zu Saisonbeginn belegt Rapid in der bulgarischen Liga nur Rang sechs, der neue Trainer steht schon unter Druck. Vielleicht spielten die Wolfsburger nach dem Wechsel etwas vorsichtiger. «Wenn man 1:0 führt, dann ist man nicht mehr so risikobereit», sagte Magath.


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