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Schalke und Hertha im UEFA-Cup-Soll

Berlin (dpa) - 17.09.2008, 14:26 Uhr

Herthas Spieler bejubeln das 1:0.
Herthas Spieler bejubeln das 1:0.

Hauptsache gewonnen: Die Pflichtsiege von Schalke 04 und Hertha BSC zum UEFA-Cup-Auftakt waren von den beiden Fußball-Bundesligisten schnell abgehakt.

Bei Hertha BSC gab es lange Zeit nur Krampf und Kampf, ehe Neuzugang Maximilian Nicu (49. Minute) und der Brasilianer Cicero (76.) gegen den siebenmaligen irischen Meister St. Patrick's Athletic das standesgemäße 2:0 herausschossen. «Es ging nicht um einen Schönheitspreis. Wir haben ein Polster - das ist die Hauptsache», kommentierte Kapitän Arne Friedrich den schmucklosen Erfolg vor nur 13 045 Fans im fast leeren Olympiastadion.

Die Schalker dürften sich nach dem sicheren 4:1 im Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde bei Apoel Nikosia noch einmal kräftig darüber geärgert haben, dass sie schon in der Qualifikation zur Champions League auf Atletico Madrid getroffen und gescheitert waren. Die Spanier fertigten den PSV Eindhoven in dessen Stadion mit 3:0 ab und gelten spätestens jetzt als einer der Geheimfavoriten in der «Geldliga».

Derweil hat sich Nationalspieler Heiko Westermann bei Schalke 04 in die Rolle eines Hauptdarstellers katapultiert. «Viele machen bei uns Fortschritte, aber er macht Riesenschritte», lobte Trainer Fred Rutten. Als Mittelfeldmann brachte Westermann mit seinem Führungstor in der 24. Minute im GSP- Stadion auf Zypern die Knappen auf den richtigen Weg. Nach weiteren Toren von Ivan Raktitic (35.), Vicente Sanchez (40.) und Halil Altintop (87.) ist der Einzug in die Gruppenphase nur Formsache.

Herthas Chefcoach Lucien Favre traut dem Vorsprung für das Rückspiel in Dublin noch nicht ganz: «Es fehlt vielleicht ein Tor, aber die Chancen sind groß, wenn auch noch nicht definitiv.» Doch vor allem die neuen Alternativen wie die Liverpool-Leihgabe Andrej Woronin und Torschütze Maximilian Nicu, der wegen Verletzung lange gefehlt hatte, sorgen für Optimismus, nachdem der UEFA-Cup für Hertha in den vergangenen Jahren meist zu einer wahren Pleiten, Pech und Pannenserie geraten war.

Favre lobte Neuzugang Nicu als «intelligenten Spieler», der mit klarem Kopf die Lage analysierte. «Das ist ein gutes Gefühl, mehr nicht», sagte der 25-Jährige nach seinem ersten Hertha-Tor und wehrte alle voreiligen Lobeshymnen ab. «Das ist genau wie bei Sebastian Vettel, der hat ein Rennen gewonnen und soll schon der neue Schumi sein», verwies Nicu auf überzogene Darstellungen bei Deutschlands neuer Formel-1-Hoffnung. «Das muss man erst bestätigen», ergänzte Nicu und meinte vor allem sich selbst. Es gilt allerdings für die ganze Hertha - und sicher auch für Schalke.


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