Statt wie noch gegen die «Sbornaja» nachzulegen, gaben die in der ersten Viertelstunde spielbestimmenden Spanier indes Boden preis, geschuldet auch dem frühen Aus von Abwehrchef Carlos Puyol, der schon in der 24. Minute wegen einer Verletzung an der Fußsohle raus musste. Die Defensive der ob ihrer Sturmdrangs gegen Russland gelobten Spanier offenbarte nun Schwächen. Beim Ausgleich nach einer Flanke von Stoor von der rechten Seite düpierte Ibrahimovic den auf dem Boden sitzenden Sergio Ramos. Die Leichtigkeit der Spanier war dahin, dennoch hätten sie beinahe den erneuten Führungstreffer auf dem Fuß gehabt. Allerdings blieb in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem klaren Schubser von Elmander gegen Silva im Strafraum der Schweden der fällige Elfmeter- Pfiff durch Referee Pieter Vink (Niederlande) aus. Wie aus Schweden-Sicht befürchtet, blieb Ibrahimovic, der auch beim 2:0-Erfolg über Griechenland getroffen, aber nicht durchgespielt hatte, nach der Pause auf der Bank. «Es ist klar, dass wir mit der Auswechslung von Ibrahimovic enorm an Durchschlagskraft verloren haben», meinte Lagerbäck. Für den Schweden-Star kam Bremens Markus Rosenberg. Spaniens Coach Luis Aragonés versuchte, das Offensivspiel seiner Elf zu beleben, brachte auch Cesc Fabregas für Xavi Hernandez. Nach einer guten Stunde schien es sich bezahlt zu machen. Wenn nicht Schweden-Keeper Andreas Isaksson zuerst gegen Silva und dann gegen Villa pariert und Torschütze Torres nicht aus bester Position daneben geschossen hätte. Für die wieder aufbegehrenden Spanier in einer von Taktik geprägten zweiten Hälfte scheiterte auch Marcos Senna (68.) am «Drei-Kronen-Keeper». Die Schweden kamen nur zu einer Chance: Henrik Larsson verpasste elf Minuten vor Ende aber den Ball. Villa machte es besser und die Fiesta perfekt.
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