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DFB beginnt mit der neuen Trainerausbildung

Frankfurt/Main (dpa) - 01.06.2008, 13:49 Uhr

Christian Ziege muss elf, statt ehemals sechs Monate für die Trainer-Lizenz büffeln.
Christian Ziege muss elf, statt ehemals sechs Monate für die Trainer-Lizenz büffeln.

Mit dem Start des 55. Fußballlehrer-Lehrgangs im Rahmen des letzten EM-Testspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine neue Zeitrechnung in der Trainerausbildung eingeläutet.

Erstmals müssen die Kandidaten, zu denen mit Steffen Freund und Christian Ziege zwei Europameister von 1996 gehören, elf Monate lang für den Erwerb der höchsten Trainer-Lizenz lernen. Bislang betrug die Ausbildungszeit sechs Monate. «Mit dem modernisierten Fußball-Lehrer-Lehrgang wird die Leitfunktion des DFB weiter gestärkt», sagte Sportdirektor Matthias Sammer.

Unter den insgesamt 25 Teilnehmern befinden sich auch die Zweitliga-Trainer Holger Stanislawski (FC St. Pauli) und Christian Hock (SV Wehen Wiesbaden), die ihre Teams in der Vorsaison nur mit einer Ausnahmegenehmigung des DFB betreuen durften. Anouschka Bernhard, Kleinfeld-Koordinatorin beim Bundesligisten Hertha BSC, ist die einzige Frau im Kurs.

Neuer Leiter der Ausbildung an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Köln ist der frühere Freiburger Zweitligaprofi Frank Wormuth. Der Nachfolger von Erich Rutemöller hat in den vergangenen Monaten mit seinem Vorgänger und weiteren Experten wie DFB-Ausbilder Bernd Stöber am deutlich umfangreicheren Lehrplan gearbeitet. «Wir bieten eine moderne, aktualisierte Fußball-Lehrer-Ausbildung an, die theoretisch fundiert und an der Praxis ausgerichtet ist», sagte Wormuth.

Die inhaltlichen Erweiterungen der Ausbildung zum Fußball-Lehrer sehen vor, dass Fächer wie Trainingslehre, Sportbiologie, Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit den Medien, Rhetorik und Kommunikation an Bedeutung gewinnen. Zudem sollen alle Fachbereiche noch enger verzahnt werden. «Schwerpunkt bleibt die technisch- taktische Fußball-Ausbildung», erklärte Wormuth. Die eine Hälfte des Lehrgangs würden die Kandidaten im Hörsaal oder auf den Ausbildungsplätzen verbringen, die andere Hälfte bei Praktika in Vereinen und Verbänden sowie beim Selbststudium.


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