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Platini: Fünf Schiedsrichter und begrenzte Gehälter

Perthshire/Hamburg (dpa) - 08.03.2008, 15:50 Uhr

Michel Platini spricht über seine Vorstellungen.
Michel Platini spricht über seine Vorstellungen.

Die Regelhüter des internationalen Fußballs haben sich für zwei zusätzliche Schiedsrichter-Assistenten im Tor-Bereich, aber vorerst gegen den Chip-Ball und eine Torkamera ausgesprochen.

Das International Football Association Board (IFAB), ein Entscheidungs-Gremium für alle Regelfragen, beschloss im schottischen Perthshire, alle technologischen Experimente erstmal zu stoppen. Zudem wurde die Spielfeldgröße bei allen internationalen Partien auf exakt 105 Meter Länge und 68 Meter Breite festgelegt. Die vom deutschen Schiedsrichter Markus Merk angeschobene Diskussion über den Video-Beweis stand nicht auf der Tagesordnung.

Nach der Entscheidung im feudalen Schlosshotel Gleneagles soll die Erweiterung des Schiedsrichter-Teams um einen Assistenten hinter jedem Tor demnächst bei einem UEFA- oder FIFA-Turnier getestet werden. Im kommenden Jahr beim 123. Treffen der Regelkunde-Gralshüter könnte die Neuerung dann endgültig verabschiedet werden. Sowohl FIFA- Präsident Joseph Blatter als auch Michel Platini, der Präsident der Europäischen Fußball-Union UEFA hatten den Einsatz von insgesamt vier Assistenten immer wieder begrüßt.

«Der Fußball soll menschlich bleiben. Aber zwei weitere Schiedsrichter könnten den Hauptschiedsrichter unterstützen, zum Beispiel im Torbereich», sagte Platini in einem Interview der Zeitung «Hamburger Abendblatt». Die Linienrichter sollen sich nach Ansicht des 52-Jährigen um die Abseitsentscheidungen kümmern: «Das ist ihr wichtigster Job».

Weniger experimentierfreudig zeigte sich das Regel-Komitee in Sachen Hawk-Eye-Technologie (Torkamera) und Chip-Ball, der bereits bei der Club-WM im Dezember 2007 getestet wurde. Jerome Valcke, Generalsekretär des Weltverbandes FIFA, meinte, es gebe Befürchtungen, die Einführung der Torkamera und des Chip-Balles könnten weitere technische Hilfsmittel nach sich ziehen.

«Ich glaube, das war das endgültige Aus», kommentierte Brian Barwick, der Chef des englischen Verbandes FA, die ablehnende IFAB- Haltung, strittige Tor-Entscheidungen durch technologische Neuheiten zu erleichtern. Auch die Entscheider der englischen Premier League fühlten sich als Verlierer, hatten sie doch mit der Einführung der Torkamera und des «intelligenten Balles» mit Beginn der Spielzeit 2009/2010 geliebäugelt. «Die Technologie ist sehr fortgeschritten», erklärte Mike Foster, Generalsekretär der Liga, «die Clubs wollten die Einführung unbedingt.»


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