Bayern, Leverkusen und HSV weiter - «Club» raus
Hamburg (dpa) - 21.02.2008, 23:04 Uhr
Lukas Podolski jubelt nach seinem Treffer zum 3:0 gegen Aberdeen.
Der FC Bayern München, Bayer Leverkusen und der Hamburger SV haben sich für das Achtelfinale des UEFA- Pokals qualifiziert. Dagegen schied der 1. FC Nürnberg trotz einer starken Vorstellung nach einem 2:2 gegen Benfica Lissabon aus. Eine Woche nach dem 2:2 in Schottland fertigten die Bayern den FC Aberdeen im Rückspiel mit 5:1 ab. Die Leverkusener ließen der Nullnummer am Bosporus einen ebenso überzeugenden 5:1-Heimsieg gegen Galatasaray Istanbul folgen und treffen nun in der Runde der letzten 16 am 6. und 12./13. März auf den Bundesliga-Rivalen Hamburger SV. Die Norddeutschen begnügten sich nach ihrem 3:1-Sieg vor Wochenfrist beim FC Zürich mit einem 0:0 gegen den Schweizer Fußball-Meister. Der Pokalsieger aus Nürnberg kassierte nach eigener 2:0-Führung in den letzten Spielminuten noch zwei Gegentreffer und verpasste nach der 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel das erste Achtelfinale im Europapokal seit 45 Jahren. Angelos Charisteas (58. Minute) und Iwan Saenko (65.) hatten den «Club» in Führung gebracht, doch Oscar Cardozo (89.) und Angel di Maria (90.+2) machten die Nürnberger Hoffnungen auf ein kleines Fußball-Wunder zunichte.
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Beim 175. Europacup-Sieg der Münchner taten sich zunächst die Abwehrspieler als Torschützen hervor. Der Brasilianer Lucio (12.) und Daniel van Buyten (36.) brachten den FC Bayern vor 66 000 Zuschauern standesgemäß in Führung. Die weiteren Tore gegen den FC Aberdeen, der den Münchnern vor 25 Jahren einen bitteren Europapokal-K.o. zugefügt hatte, steuerten Lukas Podolski (71./77.) und Mark van Bommel (85.) bei. Steve Lovell (83.) gelang nur noch Ergebniskosmetik. Im Achtelfinale trifft der deutsche Rekordmeister auf den RSC Anderlecht, der sich gegen Girondins Bordeaux durchsetzte. Angeführt von dem 36-jährigen Sergej Barbarez zeigte Bayer Leverkusen dem von Karl-Heinz Feldkamp trainierten türkischen Meister klar die Grenzen auf und feierte seinen vierten UEFA-Cup-Heimsieg der Saison. Der Bosnier Barbarez (11./22.), Stefan Kießling (13.), Karim Haggui (55.) und Bernd Schneider (60./Foulelfmeter) erzielten vor 22 500 Zuschauern die Tore für den Bundesliga-Vierten. Ersatztorhüter Benedikt Fernandez, der den angeschlagenen Rene Adler zwischen den Pfosten vertrat, war beim Gegentor durch Ahmed Barusso (87./Handelfmeter) machtlos. «Mit so einem hohen Sieg war nicht zu rechnen», freute sich Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. Mit Magerkost begnügte sich der HSV, der bereits im Hinspiel in Zürich die Weichen zum Weiterkommen gestellt hatte. «Bei der Vielzahl der Spiele muss Minimalismus auch einmal okay sein», sagte Torhüter Frank Rost nach dem torlosen Remis vor 33 586 Zuschauern. Im Achtelfinale gegen Leverkusen stehen die Hamburger vor einem Novum: Erstmals in ihrer Europapokal-Historie müssen sie gegen einen Liga- Rivalen antreten. «Schade, dass eine deutsche Mannschaft rausfliegen muss», sagte der Ex-Hamburger Barbarez.
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