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Neuauflage des WM-Finales 1982 endet 4:4

Stuttgart (dpa) - 27.07.2007, 22:32 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher (l) im Duell mit Fulvio Collovati.
Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher (l) im Duell mit Fulvio Collovati.

25 Jahre nach dem mit 1:3 verlorenen Weltmeisterschafts-Endspiel hat die damalige deutsche Nationalelf in einer Neuauflage gegen Italien 4:4 (2:1) gespielt.

In dem Duell über 2 x 40 Minuten hatte Francesco Graziani Italien nach acht Minuten mit 1:0 in Führung gebracht. Den Ausgleich für das von Erich Ribbeck betreute deutsche Team erzielte Formel-1-Rekord-Weltmeister Michael Schumacher (10.), der mit der Nummer sieben den in Japan weilenden Pierre Littbarski vertrat. Die weiteren deutschen Treffer erzielten Karl-Heinz-Rummenigge (40.), Horst Hrubesch (55.) und Organisator Hansi Müller (67.).

Für die «Squadra Azzura» trafen noch Giancarlo Antognoni (56./70.) und erneut Graziani (68.). 40 000 Zuschauer, unter ihnen einige Spieler des deutschen Meisters VfB Stuttgart, feierten im und rund um das Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion ein deutsch-italienisches Volksfest.

Das Spiel kam auf Initiative von Hansi Müller zu Stande, der am 27. Juli seinen 50. Geburtstag feiert. «Ich habe der Stadt Stuttgart und der Region sehr viel zu verdanken. Ich möchte das Spiel meiner Frau widmen, die vor zwei Jahren gestorben ist. Vielen Dank Claudia, du bist bei uns», sagte der 42-malige Nationalspieler, der bis 1984 beim VfB und danach unter anderem bei Inter Mailand und in Innsbruck spielte. Alle Einnahmen flossen an die Olgäle-Stiftung für kranke Kinder.

In dem kurzweiligen Benefiz-Spiel hatte Michael Schumacher die beste Puste unter den ehemaligen Leistungssportlern, Müller setzte die spielerischen Akzente. Der 50-Jährige vergab sogar in der 8. Minute einen Foulelfmeter und hielt sich damit fast exakt an den Verlauf des Endspiels am 11. Juli 1982. Damals hatte Italien einen Strafstoß in der Anfangsphase vergeben. «Es hat einen Riesenspaß gemacht», sagte der heutige Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München, Karlheinz-Rummenigge. «Wenn ich das Azzuri-Trikot anziehe, wird es schon mit der Kraft reichen», sprach Italiens WM-Torschützenkönig von 1982, Paulo Rossi, stellvertretend für einige der «alten Kämpen». Beide Mannschaften hatten eine Schweigeminute für den kürzlich gestorbenen Ex-Bundestrainer Jupp Derwall eingelegt.


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