Sie sind hier: Startseite > Sonstige News > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
 

David Beckham hält Hof.- Hohe Ziele als Fußballer

Los Angeles (dpa) - 15.07.2007, 12:24 Uhr

David Beckham schüttelt beim Betreten des Stadions einem Fan die Hand.
David Beckham schüttelt beim Betreten des Stadions einem Fan die Hand.

Als der Countdown auf der Internet-Seite der Major League Soccer MLS abgelaufen war und David Beckham seinen Fuß erstmals als Soccer-Profi auf amerikanischen Boden gesetzt hatte, erreichte der Hype um das neue Zugpferd des US-Fußballs seinen Höhepunkt.

Bei seinem Dienstantritt sammelte der englische Star gleich haufenweise Sympathiepunkte. «Das ist eine der größten Herausforderungen, die ich in meiner Karriere angenommen habe. Ich denke, dass Fußball in den USA ebenso groß sein kann wie überall sonst auf der Welt», rief «Becks» den begeisterten Anhängern im Home Depot-Center-Stadion zu. Dann fügte er medienwirksam hinzu: «Ich bin stolz, jetzt ein Kalifornier zu sein.»

In einen feinen grauen Burberry-Anzug mit passender Krawatte gekleidet, machte der für fünf Jahre und 250 Millionen Dollar über den Teich gelockte Mittelfeld-Stratege der L. A. Galaxy gleich zur Begrüßung klar, dass er als Fußballer noch hohe Ambitionen hat. «Ich werde topfit sein und möchte mit Galaxy, aber auch mit der englischen Nationalelf noch Großes erreichen.»

Alexi Lalas begrüßte den «besten Fußballer des Planeten», der bei Konfettiregen und dröhnender Rockmusik sein neues Trikot mit der Nummer 23 hochhielt. «Das ist ein historischer Moment» sagte der Galaxy-Manager stolz, während «Becks»-Sprechchöre aufbrandeten. Und versprach: Der Beckham-Dress werde ein Renner. Was adidas-Sprecher Oliver Brüggen bestätigte: «Wir rechnen mit weltweit über 200 000 verkauften Beckham-Trikots in der ersten Saison.» Kein Wunder, dass das Galaxy-Trikot extra für den Briten erstmals in der zwölfjährigen Vereinsgeschichte neu gestaltet wurde.

Doch während bei den US-Fans das Beckham-Fieber ausgebrochen ist, mehren sich die Stimmen, dass der Kicker dem europäischen Kontinent zu früh den Rücken gekehrt hat. Und es gilt als sicher, dass der nach vorübergehendem Edelreservisten-Dasein kürzlich mit Real Madrid spanischer Meister gewordene und glanzvoll in die Auswahl Englands zurückgekehrte Mittelfeldstar seine Entscheidung längst bereut. Denn Beckham will trotz seines Engagements in der als «Operetten-Liga» verschrienen MLS unbedingt die 100 Länderspiele (bisher 96) voll machen und auch bei der EM 2008 in Österreich/Schweiz dabei sein.


Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sollen es «Posh and Becks» richten. Gemeinsam mit seiner in den USA bisher weitaus bekannteren Frau Victoria («Posh Spice»), Mitglied der gerade reaktivierten Pop- Band «Spice Girls» und bei der Vorstellung ihres Liebsten ebenfalls im Stadion, soll das sich nur langsam entwickelnde Fußball-Geschäft in den USA angekurbelt werden. Wohnen werden die Beckhams mit ihren Kindern Brooklyn (8), Romeo (4) und Cruz (2) in einer großzügigen 22- Millionen-Dollar-Villa in Beverly Hills in Nachbarschaft des mit ihnen befreundeten Schauspieler-Ehepaares Tom Cruise/Katie Holmes.

Für Zugpferd Beckham greifen die Amerikaner tief in die Tasche. Der Großteil seiner 250-Millionen-Gage stammt aus Sponsorenverträgen und Merchandising, fürs Fußballspielen erhält er 5,5 Millionen per anno. «Er wird unseren Sport auf eine andere Ebene heben und dem Fußball in den USA zum Aufschwung verhelfen», glaubt MLS-Präsident Sunil Gulati. Als «Personenkult, den man selten außerhalb von Nordkorea erlebt» kritisierte derweil die «New York Times» den Rummel um Beckham.

L. A. Galaxy gehört der Anschütz Entertainment Group, die auch das heimische «Home Depot Center»-Stadion (Kapazität: 27 000 Plätze) sowie in Chicago und Houston zwei weitere MLS-Clubs besitzt. Für das Unternehmen gilt: Geld ist da, und zwar reichlich. So taxiert das Wirtschaftmagazin «Forbes» das Vermögen des Firmenbesitzers Philip F. Anschütz auf knapp acht Milliarden Dollar. Für Anschütz soll «Becks» den Fußball in den USA (Zuschauerschnitt lag zuletzt bei knapp 15 000 Fans) in die Schlagzeilen holen und das Geschäft im fernen Asien ankurbeln. Für Anfang 2008 geplant ist eine Gastspiel-Reise des Teams aus Kalifornien mit dem Briten als Werbe-Lokomotive.

Beckham tritt in die Fußstapfen ehemaliger Fußball-Größen wie Pele und Franz Beckenbauer, die in den 70er Jahren bei Cosmos New York als erste dafür sorgten, Soccer für einige Zeit aus dem Schattendasein heraus zu holen. Von dauerhaftem Erfolg war der Versuch, Fußball in den USA zu etablieren, allerdings nicht. Denn 1984, als beide Stars New York längst wieder verlassen hatten, wurde die damalige North American Soccer League (NASL) schon wieder eingestellt. Deshalb hofft Gulati, den «neuen Boom» mit dem Zugpferd Beckham aufrecht zu halten.

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
14.07. 15:15 - Ailton zurück in der Bundesliga
13.07. 18:47 - FIFA entscheidet am 30. Oktober über WM-Vergabe
12.07. 16:34 - Neuauflage des WM-Finales von 1982
12.07. 10:43 - Copa sieht Traumfinale Argentinien gegen Brasilien
12.07. 09:29 - Argentinien im Copa-Finale gegen Brasilien
10.07. 11:34 - Blatter: «Fußball weniger politisiert als Olympia»
09.07. 15:40 - Charisteas sieht Nürnberg als «große Chance»
07.07. 20:04 - Weltmeister Grosso wechselt von Mailand nach Lyon
05.07. 14:39 - VfB bald komplett: Auch Hitzlsperger trainiert
05.07. 11:40 - Herzensangelegenheit Ost-Fußball
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel Deutschland Trikot DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
Indoor-Soccer Plätze finden
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com