Santa Cruz' mit Torgala - «Gauchos» besiegen USA
Maracaibo (dpa) - 29.06.2007, 10:36 Uhr
Roque Santa Cruz (M) wird von seinen Mitspielern bejubelt.
Beim FC Bayern München nur noch Stürmer Nummer vier, bei der Copa America in Venezuela der große Star: Roque Santa Cruz hat die Fußball-Nationalmannschaft Paraguays mit drei Treffern zu einem glanzvollen 5:0 (1:0)-Sieg gegen Kolumbien geführt. Der Angreifer, der zuletzt im Verein und in der Auswahl seines Landes vieles schuldig geblieben war, stellte mit seiner Torgala und einer tollen Leistung sogar den 4:1 (1:1)-Erfolg von Titelfavorit Argentinien gegen die USA in den Schatten. «Drei Tore schießt man nicht alle Tage, ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal das Vergnügen hatte», meinte Santa Cruz nach dem Abpfiff mit einem strahlenden Lächeln. Auch in der Stunde des Erfolges blieb der 25-Jährige allerdings bescheiden und realistisch: «Wichtiger als meine Tore ist unser Triumph. Wir wollen uns unbedingt für das Viertelfinale qualifizieren», meinte er. Paraguays argentinischer Coach Gerardo Martino, dessen Team im Vorfeld des Turniers vor allem daheim scharf kritisiert worden war, wurde deutlicher: «Mal schauen, wer jetzt Turnierfavorit ist.»
Santa Cruz erzielte im José Pachencho Romero-Stadion von Maracaibo nicht nur die ersten drei Treffer seines Teams (29./46./79.), sondern war auch ein ständiger Gefahrenherd für die technisch guten, aber abwehrschwachen Kolumbianer. Sturmkollege Salvador Cabañas schloss den Torreigen in der 84. und 87. Minute ab. Beim Stande von 0:0 hielt Paraguays Torhüter Justo Villar einen Foulelfmeter. Beim Sieger kam auch der Wolfsburger Jonathan Santana von Anfang an zum Einsatz. Mit seiner Leistung stahl Santa Cruz keinem Geringeren als Lionel Messi die Show. Der 20-Jährige vom FC Barcelona, der als kommender Star des Weltfußballs gilt, blieb beim Sieg der «Gauchos» gegen die USA blass und wurde in der zweiten Hälfte ausgewechselt. Eine durchschnittliche Leistung reichte den Argentiniern aber, um die mit dem Gladbacher Torwart Kasey Keller und HSV-Profi Benny Feilhaber angetreten US-Boys zu deklassieren. |