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Hintergrund: Fan-Krawalle seit der Fußball-WM

Hamburg (dpa) - 22.06.2007, 14:51 Uhr

Im Oktober 2006 wurde ein Linienrichter (M) von einem Becher getroffen.
Im Oktober 2006 wurde ein Linienrichter (M) von einem Becher getroffen.

Seit der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2006 kam es immer wieder zu von Fans angezettelten Krawallen. Die Deutsche Presse-Agentur dpa bietet eine Übersicht.

25. Oktober 2006: In der 2. Runde des DFB-Pokals attackiert ein Zuschauer in Stuttgart einen Linienrichter mit einem Bierbecher. Die Partie zwischen Regionalligist Stuttgarter Kickers und Bundesligist Hertha BSC wird abgebrochen.

27. Oktober 2006: Bei schweren Ausschreitungen beim Spiel der Fußball-Regionalliga zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden in Berlin werden 23 Polizisten verletzt, 22 Randalierer festgenommen. Am selben Tag führt die Polizei in Augsburg 21 Anhänger von 1860 München ab, die beim Spiel gegen den FC Augsburg randalieren. In Pforzheim stürmen beim Spiel des 1. FC Pforzheim gegen den SV Waldhof Mannheim rund 30 Randalierer das Spielfeld. Insgesamt gibt es in den drei Städten über 80 Verletzte.

10. Februar 2007: Nach dem Viertelfinale des sächsischen Länderpokals zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem FC Erzgebirge Aue II greifen in Leipzig rund 800 Randalierer 300 Beamte an. 42 Menschen werden verletzt. Der Sächsische Fußballverband sagt daraufhin 60 Spiele der Amateurklassen ab.

13. April 2007: Etwa 40 Vermummte dringen im sächsischen Auerbach in das Stadion ein, während der VfB Auerbach gegen Energie Cottbus II spielt. Sie entzünden Nebelbomben und Raketen, die Polizei räumt den kompletten Cottbuser Fanblock.


1. Mai 2007: Beim Zweitliga-Spiel Rot-Weiss Essen gegen Hansa Rostock löst ein Feuerwerkskörper einen Brand im Gästeblock aus. Eine Hundertschaft der Essener Polizei stürmt den Fanblock, 14 Verletzte.

5. Mai 2007: Auf einer Autobahnraststätte bei Würzburg prügeln sich Fans der FC Bayern München und des 1. FC Nürnberg. Mehrere Menschen werden verletzt, eine Frau schwer.

7. Mai 2007: Fans treten bei einem Spiel des Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena gegen den SV Wacker in Burghausen einem Ordner ins Gesicht. Steine und Plastikflaschen fliegen, es gibt 13 Verletzte.

25. Mai 2007: Nach dem Sieg des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden bewerfen sich Fangruppen beider Mannschaften in Hamburg mit Steinen und Bierflaschen. Die Polizei setzt Wasserwerfer und Schlagstöcke ein, 20 Menschen werden festgenommen.

10. Juni 2007: Nach dem sächsischen Pokalfinale zwischen dem FC Erzgebirge II und Dynamo Dresden stürmen Dresdner Anhänger das Spielfeld. Nachdem sie von der Polizei zurückgedrängt wurden, randalieren sie im Fan-Block und richten Schaden von rund 40 000 Euro an.

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