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DFB will Basisarbeit beim Nachwuchs intensivieren

Frankfurt/Main (dpa) - 13.06.2007, 12:58 Uhr

Wolfgang Niersbach ist mit der Talentsichtung im deutschen Fußball zufrieden.
Wolfgang Niersbach ist mit der Talentsichtung im deutschen Fußball zufrieden.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die Arbeit mit talentierten Nachwuchsspielern noch gezielter intensivieren.

«Wir müssen uns noch stärker auf das Pflänzchen konzentrieren, damit es individuell wachsen kann», sagte der beim DFB für den Bereich Team-Management, Jugend und Ausbildung zuständige Wolfgang Niersbach in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Daher will der DFB eine Altersbeschränkung beim so genannten Stützpunkt-Training einführen. Daran sollen nur noch Talente im Alter zwischen 10 und 14 Jahren teilnehmen dürfen.

Bislang trainieren rund 16 000 Heranwachsende an den fast 400 Stützpunkten in Deutschland, die zum umfassenden Talentförderprogramm des DFB gehören. Durch die altersbedingte Eingrenzung wird die Zahl auf rund 14 000 Nachwuchskicker sinken.

Für deren Ausbildung möglichst nahe ihres jeweiligen Heimatortes sind etwa 1200 lizenzierte Trainer zuständig. Geführt werden diese von 29 Stützpunkt-Koordinatoren. Zur optimalen Ausbildung des deutschen Fußball-Nachwuchses tragen zudem die Leistungszentren der Profi-Vereine und die bereits zehn benannten Elite-Schulen bei. «Das ist ein Fördersystem, das kein anderer Verband in dieser Breite zu bieten hat», betonte Niersbach. Dieses Programm lässt sich der DFB jährlich zehn Millionen Euro kosten.

Und das macht sich auch in der Spitze bezahlt. «Die vergangenen ein, zwei Jahre haben gezeigt, dass ein ordentlicher Fundus an technisch sehr gut ausgebildeten Spielern vorhanden ist», sagte Bundestrainer Joachim Löw. Wie sein Vorgänger Jürgen Klismann bedient er sich gern und oft aus dem Nachwuchs-Angebot und gibt jungen Spielern die Chance auf einen Einsatz in der A-Nationalmannschaft. «Wir haben wieder vermehrt Talente mit den Fähigkeiten zum Nationalspieler», stellte Löw fest.

Dafür mitverantwortlich sei auch ein gewisses Umdenken in den Clubs, die bewusst auf den eigenen Nachwuchs setzen würden, meinte Löw. Bestes Beispiel ist der deutsche Meister VfB Stuttgart mit seinen Jungstars und U-21-Nationalspielern Serdar Tasci und Sami Khedira, die der Bundestrainer bereits im Visier hat. 80 bis 90 Prozent der Akteure in den Auswahlmannschaften von der U15 des DFB aufwärts hätten an Stützpunkten trainiert, erklärte Niersbach. «Wir haben mittlerweile ein Netz, so dass kein Talent mehr unentdeckt bleibt.»


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