Die schweren Fußball-Krawalle im Februar in Leipzig haben jetzt ein juristisches Nachspiel. Am 13. Juni beginnt vor dem Amtsgericht Leipzig der erste Prozess gegen einen mutmaßlichen Fußball-Rowdy.
Dem 22-jährigen Angeklagten wird Landfriedensbruch und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Leipziger soll gezielt Steine auf Polizisten geworfen haben. Bisher liegen dem Gericht elf Anklagen der Staatsanwaltschaft vor. Für vier weitere Prozesse stehen die Termine schon fest.
Bei den Ausschreitungen nach dem Landespokalspiel des 1. FC Lokomotive Leipzig gegen den FC Erzgebirge Aue II am 10. Februar war es zu Straßenschlachten zwischen der Polizei und gewalttätigen Randalierern gekommen. Es wurden 39 Polizeibeamte verletzt. 300 Polizisten standen 800 Randalierern gegenüber, von denen sich etwa 300 aktiv an den Ausschreitungen beteiligten. Die Polizei hatte bei drei Fahndungsaktionen Fotos von 22 Personen veröffentlicht. Die jetzt Angeklagten wurden mit Hilfe dieser Fotos identifiziert. Außerdem gingen mehr als 100 Hinweise aus der Bevölkerung ein.