Absturz für Saarbrücken und Darmstadt
Leipzig (dpa) - 03.06.2007, 10:48 Uhr
Für Gerhard Kleppinger hat es mit Darmstadt nicht zum Klassenerhalt gereicht..
Der 1. FC Saarbrücken durchgereicht, Darmstadt 98 abgestiegen: Ausgerechnet die beiden Traditionsvereine der Fußball-Regionalliga Süd sind in die Viertklassigkeit abgestürzt. Die Saarländer unterlagen am letzten Spieltag nach einer erschreckend schwachen Leistung beim Tabellendritten VfB Stuttgart II ebenso mit 0:2 wie eine harmlose Darmstädter Mannschaft beim FC Bayern München II. Die Entscheidung an der Tabellenspitze war indes bereits seit Wochen gefallen. Am letzten Spieltag besiegte der Zweite TSG Hoffenheim den Meister SV Wehen mit 2:1. «Das ist bitter für uns. Doch wir sind nicht heute abgestiegen», sagte Darmstadts Trainer Gerhard Kleppinger tief enttäuscht. Sein Saarbrücker Kollege Didier Philippe war entsetzt: «Mir ist unerklärlich, warum wir so schwach spielten. Wir haben die Regionalliga unterschätzt», sagte Philippe, dessen Team damit binnen zwei Jahren von der zweiten in die vierte Liga absteigt. Am Ende fehlte dem Tabellen-15. Saarbrücken (42 Zähler) ein Punkt zum Ligaverbleib. Die Fans ließen ihrem Frust freien Lauf und zettelten Randale an. Darmstadt (39) steigt als Tabellen-16. ab.
Dagegen konnten die Sportfreunde Siegen (44) den Absturz gerade noch verhindern. Der Zweitliga-Absteiger erzielte einen schwer erkämpften 2:0-Erfolg gegen den damit in allen 34 Partien sieglosen Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern II (10). Auch der Karlsruher SC II (43) rettete sich am letzten Spieltag. Dazu reichte den Badenern ein 1:1 gegen den SSV Reutlingen. Ausgelassene Freude herrschte beim TSV 1860 München II (43). Die Reserve der «Löwen» sicherten sich mit einem deutlichen 8:3-Sieg bei Hessen Kassel doch noch ein weiteres Jahr in der dritten Liga. «Wir haben Weltklasse gespielt», betonte Björn Ziegenbein, der mit fünf weiteren Profis die zweite Mannschaft verstärkte. Dennis Polak relativierte: «Bei uns war jeder Schuss ein Treffer und Kassel vielleicht schon ein bisschen im Urlaub. So lässt sich dieser Klassenunterschied erklären», sagte der Abwehrspieler der Münchner. Auch der Stadtrivale Bayern II schaffte den Ligaverbleib und sorgte damit bei Trainer Hermann Gerland für Erleichterung: «Solch ein Zitterspiel gönne ich meinem schlimmsten Feind nicht.» |