Der Fußball-Weltverband FIFA hat eine Untersuchung der umstrittenen Äußerungen ihres designierten Vizepräsidenten John McBeth angekündigt und die Amtseinführung des Schotten vorerst vertagt.
McBeth sollte beim FIFA-Kongress in Zürich sein Amt als der von den vier britischen Verbänden bestimmte FIFA-Vizepräsident offiziell übernehmen. In schottischen Medien hatte er sich jedoch despektierlich gegenüber FIFA-Präsident Joseph Blatter, den Präsidenten des Mittelamerikanischen Verbandes und FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner geäußert. Zudem hatte er den afrikanischen und karibischen Fußball generell kritisiert.
Mit diesen Aussagen wird sich nun die Ethikkommission der FIFA beschäftigen. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt die Vizepräsidentschaft der britischen Verbände im FIFA-Exekutivkomitee vakant, teilte der Weltverband mit. McBeth wird auch nicht an dem Kongress und der Einweihung des neuen FIFA-Hauptquartiers in dieser Woche in Zürich teilnehmen. Die vier britischen Verbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland dürfen laut FIFA-Regularien einen Vizepräsidenten in Eigenregie bestimmen.