Stühlerücken in der 2. Liga
München (dpa) - 19.03.2007, 18:37 Uhr
Bruno Labbadia übernimmt im Juli den Trainerposten bei der SpVgg Greuther Fürth.
Das Trainerkarussell in der 2. Fußball-Bundesliga dreht sich auf Hochtouren. Die SpVgg Greuther Fürth präsentierte den früheren Bundesliga-Profi Bruno Labbadia als neuen Chefcoach für die kommende Spielzeit, in Braunschweig kündigte Willi Reimann seinen Rücktritt zum Saisonende an und die SpVgg Unterhaching gab die Trennung von Harry Deutinger bekannt. In München leitete Marco Kurz als Nachfolger des am Tag zuvor entlassenen Walter Schachner sein erstes Training als neuer «Löwen»-Trainer. Zuvor hatte der SC Freiburg in Robin Dutt den Nachfolger von Volker Finke vorgestellt, der nach 16 Jahren die Breisgauer verlassen wird.
Mit seinem Engagement in Franken steigt Labbadia, der in Fürth einen bis 30. Juni 2009 befristeten Vertrag unterschrieb, erstmals in seiner Trainerkarriere in den Profifußball ein. Von Mai 2003 bis Sommer 2006 betreute der zweimalige Nationalspieler den SV Darmstadt 98 in der Regionalliga. Im Dezember 2006 erwarb der 41-jährige die Fußballlehrer-Lizenz. Labbadia, der als Spieler mit dem 1. FC Kaiserslautern und Bayern München deutscher Meister wurde, löst Benno Möhlmann ab, der bereits im Winter seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt hatte. «Mich reizt es, mit bescheidenen Mitteln große Erfolge zu erzielen«, sagte Labbadia. «In Fürth gibt es viele junge, hungrige und entwicklungsfähige Spieler. Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg.» Die Münchner «Löwen» wollen ebenfalls mit einem Neuling im Profigeschäft besseren Zeiten entgegen gehen. «Wir müssen so schnell wie möglich 41 Punkte sammeln und fürs nächste Jahr ein gute Basis legen», formulierte der bisherige Regionalligatrainer Kurz (37) seine Ziele. Der gebürtige Stuttgarter legt im Training Wert auf Disziplin und will «mit Leidenschaft, Aggressivität und Kommunikation im Spiel der Mannschaft Freude und Spaß vermitteln». |