Lok Leipzig wehrt sich: Sicherheitskonferenz
Leipzig (dpa) - 13.02.2007, 11:05 Uhr
Ein Polizeibeamter zeigt Steine, die Hooligans auf die Einsatzkräfte geworfen hatten.
Der 1. FC Lok Leipzig wehrt sich gegen Vorwürfe, vor den Ausschreitungen am vergangenen Samstag Sicherheitsstandards nicht eingehalten zu haben. Nach einer Sitzung des Präsidiums und des Aufsichtsrates teilte der Bezirksligist mit, dass er die Lage vor dem Pokalspiel gegen FC Erzgebirge Aue II nicht unterschätzt habe. «Wie seit drei Jahren wurde auch vor diesem Spiel eine Sicherheitskonferenz, wie sie jeder Oberligaverein machen muss, durchgeführt. Alle Sicherheitsmaßnahmen, auch strenge Einlasskontrollen, wurden einvernehmlich mit Vertretern der Stadt Leipzig sowie der Polizei abgestimmt», teilte der Verein in einer schriftlichen Erklärung mit. Es sei unverständlich, dass der sächsische Innenminister Albrecht Buttulo und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung dem Verein im nachhinein ein Fehlverhalten anlasten wollten. «Nach dem Umfang des Kartenvorverkaufs wurde das Ordnerkontingent weiter aufgestockt. So waren insgesamt 45 gewerbliche, 20 vereinseigene und 11 Ordner des Gastvereins im Einsatz, das sind ca. 40 Prozent mehr als die Spielordnung des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) es fordert», heißt es in der Pressemitteilung.
Aus den bestehenden Kontakten des Vereins mit der Fanszene und aus anderen Quellen gab es nach Club-Angaben keinerlei Hinweise auf besonderes Gewaltpotenzial (Kategorie C). Nach vom Verein ermittelten Informationen waren zu dem Spiel Fans aus Chemnitz, Zwickau, Halle, Berlin und wohl auch aus Westdeutschland angereist. Das spreche aus der Sicht des Vereins dafür, dass die Straßenschlacht, bei der insgesamt 42 Personen verletzt wurden, lange und detailliert geplant wurde. Man gehe nicht davon aus, dass die Ausschreitungen in Zusammenhang mit Aufnahmen eines Kamerateams stünden, das derzeit einen Film über Hooligans dreht und regelmäßig in Leipzig vor Ort ist.
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