Aachen und Cottbus nehmen Training wieder auf
Aachen/Cottbus (dpa) - 02.01.2007, 15:58 Uhr
Die Cottbuser Baumgart (r) und Sidney (l) beim Laufband-Training mit Lactattest.
Die Fußball-Profis der Bundesliga-Aufsteiger Alemannia Aachen und Energie Cottbus sind in das Unternehmen Klassenverbleib gestartet. Während beim FC Energie nach der Weihnachtspause ein Laufband-Training und ein Laktat-Test im Vordergrund standen, drehte sich beim ersten Training der Alemannia im neuen Jahr fast alles um Nationalspieler Jan Schlaudraff. Der umworbene Jungstar wird sich sehr wahrscheinlich noch in der ersten Januar-Woche zu seinem künftigen Arbeitgeber äußern. Beim Trainingsauftakt hielt sich der 23-Jährige noch bedeckt und gab keine konkrete Auskunft. Auch sein Berater Manfred Schulte hatte keine exakte Kenntnis über einen Bekanntgabetermin: «Der Spieler wollte sich in der Pause entscheiden. Aber ich weiß nichts Neues. Doch es ist ein Gebot des Anstands, dass er zunächst einmal seinen Verein informiert», sagte Schulte der dpa. Nach dem 4:2-Pokalerfolg am 20. Dezember gegen die Bayern, die im Poker um Schlaudraff die besten Karten haben sollen, hatte Aachens Torjäger noch gesagt, er wolle sich «keinen Druck machen. Wenn ich mit mir selbst klar bin, werde ich meine Entscheidung verkünden.» Neben der Offerte des Rekordmeisters liegen ihm Angebote von Werder Bremen und Borussia Dortmund vor. Schlaudraff kann die Alemannia für eine fest geschriebene Ablösesumme von 1,2 Millionen Euro zum Saisonende vorzeitig verlassen. Sein Vertrag läuft noch bis 2008.
Für Schlaudraff und seine Mitspieler dauerte die erste Trainingseinheit nach dem Weihnachtsurlaub rund 80 Minuten. Trainer Michael Frontzeck musste auf Szilard Nemeth (Lungenembolie), Sascha Rösler (Mittelfußbruch) und Reiner Plaßhenrich (Knie-Operation) verzichten. Nico Herzig, dem vor Weihnachten eine Metallplatte im Fuß entfernt worden war, bestritt eine leichte Laufeinheit. Beim Mitrivalen im sportlichen Überlebenskampf aus Cottbus ist derweil der geplante Wechsel des österreichischen Nationalspielers Ronald Gercaliu von Sturm Graz geplatzt. Der Linksverteidiger wäre auf Grund der Regeln des Weltverbandes FIFA nicht für die Lausitzer spielberechtigt gewesen. Der gebürtige Albaner war vor seinem Engagement bei Sturm Graz im Jahr 2006 auch bei Red Bull Salzburg und 35 Minuten für deren Amateur-Team aktiv. Laut FIFA darf ein Spieler innerhalb einer Saison nicht für drei Vereine zum Einsatz kommen. Zum Trainingsauftakt fehlte beim Bundesliga-15. Benjamin Schöckel. Der 26 Jahre alte Abwehrspieler war drei Tage vor dem Jahreswechsel in Salzburg im Bauchbereich operiert worden. Ihm wurde ein Bluterguss entfernt, der auf einen Nerv gedrückt hatte. Im Trainingslager vom 9. bis 17. Januar in Antalya will er wieder ins Teamtraining einsteigen. Cottbus bestreitet in der Türkei vier Spiele, unter anderem zum Auftakt des Antalya-Cups am 10. Januar gegen Fenerbahce Istanbul.
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