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Neues Jahr, neues Trio: «Umbruch an DFB-Spitze»

Frankfurt/Main (dpa) - 01.01.2007, 12:36 Uhr

Horst R. Schmidt steht der DFB-Geschäftsführung vor.
Horst R. Schmidt steht der DFB-Geschäftsführung vor.

Die Geschäfte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden vom neuen Jahr an von einem zur Hälfte neu formierten Gremium geführt. «Dies ist der größte Umbruch, den es bislang an der Spitze des DFB gab», sagt Generalsekretär Horst R. Schmidt dazu.

Der DFB werde künftig ein anderer sein, als er es vor der WM 2006 war. Neben seinem designierten Nachfolger Wolfgang Niersbach, der schon im vergangenen Oktober als Vizepräsident des WM-OK zum DFB zurückkehrte und dem neuen Marketing-Direktor Denni Strich, komplettiert vom 1. Janua an Stefan Hans als Oberjustiziar und Personalchef das neue Trio im insgesamt sechsköpfigen Gremium.

Die Verjüngung der geschäftsführenden Crew mit fünf Direktoren unter Schmidts Leitung - neben Niersbach (56), Hans (45) und Strich (40) verantworten weiterhin Kommunikationsdirektor Harald Stenger (55) und der unter anderem für Frauen- und Amateur-Fußball zuständige Willi Hink (49) das operative Geschäft - wurde notwendig. Denn Hans- Vorgänger Goetz Eilers ging zum 31. Dezember 2006 nach 34 Jahren beim DFB in Rente. Ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet hat sich Bernd Pfaff, für den Niersbach die Leitung der Direktion «Team-Management, Talentförderung, Trainerwesen» übernommen hat. Stellvertreter Strich löste den sieben Jahre älteren und zum Eishockey-Weltverband gewechselten Horst Lichtner zum 1. November ab.

«Über eine neue Dynamik ergibt sich bei diesem Umbruch die Chance zu einem Aufbruch», kommentiert Schmidt die personellen und damit auch verbundenen inhaltlichen Veränderung in der Geschäftsführung des Verbandes. Deren Leitung hat der ehemalige WM-OK-Vizepräsident seit 1992 und noch bis zum Herbst des neuen Jahres inne. Dann wird auch er in die wohlverdiente Rente gehen. «Ich selbst bin ja auch nur noch über eine überschaubare Strecke in meiner Position tätig. Dann muss das stehen», betonte Schmidt.

Denn beim Bundestag im Oktober soll auch der so genannte «Fußball- Entwicklungsplan» verabschiedet werden, den die fünf Abteilungen entwickeln. Darin soll der Verband in enger Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden als Marke noch stärker als Service-Einheit des Fußballs definiert werden. Schmidt will dabei die nötige Vorarbeit leisten. «Ich versuche in diesem Jahr, diese neuen Ziele festzuzurren und bei der Heranführung neuer Mitarbeiter ­ auch an verantwortlicher Stelle ­ die Aufgaben der Zukunft so zu etablieren, dass wir wirklich in der Lage sind, diese zu bewältigen», kündigte er an.


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