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HSV-Chef für Gehaltsobergrenze im Fußball

Hamburg (dpa) - 13.10.2006, 14:28 Uhr

Bernd Hoffmann beantwortet auf einer Pressekonferenz 2005 die Fragen der Journalisten.
Bernd Hoffmann beantwortet auf einer Pressekonferenz 2005 die Fragen der Journalisten.

Bernd Hoffmann, Vorstandschef beim Hamburger SV, hat sich für eine Gehaltsobergrenze im internationalen Profifußball ausgesprochen.

Der europäische Verband UEFA sei «aufgefordert, Regelungen zu finden, die eine Gehaltsobergrenze festschreiben», sagte Hoffmann dem «Hamburger Abendblatt». Dies sei ein Ansatz, um zunehmenden wirtschaftlichen und sportlichen Unterschieden zwischen den Vereinen entgegenzuwirken. Hoffmann bezog sich damit vor allem auf die massive finanzielle Unterstützung verschiedener europäischer Clubs durch Investoren.

Eine solche Gehaltsobergrenze könne zum Beispiel in Form eines maximalen Prozentsatzes der Spielergehälter im Verhältnis zum Gesamtumsatz des Vereins festgeschrieben werden. «So würde vernünftiges Wirtschaften belohnt und dem Wettrüsten fußballfremder Investoren Einhalt geboten», sagte Hoffmann. Da in Deutschland laut DFL-Statuten keine Mehrheitsübernahmen von Vereinen möglich sind, entstünde sonst ein dauerhafter Wettbewerbsnachteil. «Da werden Clubs wie wir, die seit Jahren eine schwarze Null schreiben, auf Sicht nicht mehr konkurrenzfähig sein», sagte Hoffmann.

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Der Wettbewerb um gute Spieler sei in den vergangenen Jahren zudem deutlich stärker geworden. «Wir konkurrieren nicht mehr nur mit den vier Topligen England, Frankreich, Spanien und Frankreich, sondern inzwischen mit ganz Europa», sagte Hoffmann. Dem Liga-Konkurrenten FC Schalke 04 zollte er Anerkennung für den «guten Vertrag» mit dem russischen Erdgasunternehmen Gazprom. «Schalke hat damit die Chance, aufzuschließen zu den anderen europäischen Ländern mit besseren wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten.»

Für die Einführung eines «Salary Cap» zur Begrenzung der Spielergehälter hatte sich zuletzt auch Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ausgesprochen und dabei ein Eingreifen der Politik gefordert.


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