Die Kabelnetz-Tochter Arena als neuer TV-Partner der Deutschen Fußball Liga (DFL) muss mit medienrechtlichen Hürden rechnen.
Das Unternehmen hatte im Dezember die Live-Rechte für Bundesliga-Spiele im frei empfangbaren Fernsehen (Free-TV) und Bezahlfernsehen (Pay TV) erworben. «Generell ist es bedenklich, wenn ein Kabelnetzbetreiber gleichzeitig wichtige Programminhalte beherrscht», sagte der Direktor der Berliner Medienanstalt, Hans Hege, im Magazin «Stern.»
Laut Hege könnte ein Netzbetreiber fremde Programmanbieter bei der Einspeisung ins Kabel benachteiligen. «Es wird Vorkehrungen gegen Missbrauch geben müssen», fügte er hinzu. Wie Auflagen aussehen könnten, ließ der Medienexperte offen. Um die Bundesliga ausstrahlen zu dürfen, benötigt Arena eine Sendelizenz von den Medienanstalten. Gleiches gelte für die Deutsche Telekom, so Hege. Der Konzern will die Spiele von der kommenden Saison an live im Internet zeigen.
Bisher hat der Kabelnetzbetreiber Arena noch nicht mitgeteilt, ob er die Bundesliga-Partien auf einem eigenen TV-Sender zeigen wird. Möglich ist auch eine Sublizenzierung an andere Fernsehanstalten wie etwa RTL oder Sat1. Auch der derzeitige DFL-Partner Premiere macht sich noch Hoffnungen, die Spiele der höchste deutschen Liga in der nächsten Saison wie bisher im Pay TV zeigen zu können.