Beschluss bei FIFA-Ratstreffen im Januar erwartet

Zürich (dpa) - 14.10.2016, 14:27 Uhr
Beschluss bei FIFA-Ratstreffen im Januar erwartet
Vor allem der neue FIFA-Präsident Gianni Infantino macht sich dafür stark. Foto: Stringer

Das Council des Weltverbands FIFA wird voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres über eine mögliche Ausweitung der Fußball-WM ab 2026 entscheiden.

Das Gremium treffe sich das nächste Mal am 9./10. Januar in Zürich, berichtete das belgische Ratsmitglied Michel D'Hooghe nach der Council-Sitzung. Bis dahin sollen weitere interne Studien ergeben, ob eine Erhöhung der Teilnehmerzahl von bislang 32 Mannschaften möglich ist. Dem Council sollen Vorschläge für Weltmeisterschaften mit 32, 40 und 48 Teams präsentiert werden. Es wird eine Aufstockung erwartet, da sich vor allem der neue FIFA-Präsident Gianni Infantino dafür stark macht.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird nicht in Europa oder Asien stattfinden. Das Weltturnier in zehn Jahren solle nicht im Kontinent des Gastgebers der WM 2018 oder 2022 ausgetragen werden, wie das Council des Weltverbands FIFA beschloss. Das bestätigte das amerikanische Ratsmitglied Sunil Gulati nach Ende des Treffens in Zürich. Damit dürfen lediglich Bewerber aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik, Südamerika, Afrika und Ozeanien ins Rennen gehen. Gemeinsame Bewerbungen mehrerer Länder sind möglich.

Der US-Verband gilt nun als Favorit, auch Kanada und Mexiko hatten Interesse bekundet. Die USA hatten sich zuletzt für die WM 2022 beworben, waren aber im letzten Wahldurchgang gegen Katar gescheitert.

Die Kontinente-Regelung gilt nur für die WM 2026. Die europäischen Verbände scheiden als Gastgeber wegen des Turniers in zwei Jahren in Russland aus, Vertreter aus Asien sind durch die WM in Katar als Kandidaten ausgeschlossen. Sollte allerdings keiner der Bewerber die Kriterien erfüllen, würde eine zweite Ausschreibung folgen. Dies gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich.

Die Gala zur Kür des Weltfußballers soll unter dem neuen Titel «FIFA's Best» ebenfalls am 9. Januar in Zürich stattfinden. Bislang war die Ehrung mit dem Namen «Ballon d'Or» vom Weltverband und dem französischen Magazin «France Football» veranstaltet worden. Die Zeitschrift hatte zuletzt das Ende der Kooperation bestätigt.

Der nächste FIFA-Kongress wird im Mai 2017 in Bahrain stattfinden, zunächst war das malayische Kuala Lumpur als Gastgeber für das Mitgliedertreffen des Weltverbands vorgesehen gewesen.

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