Dreifach-Torschütze Luis Garcia lässt Spanien jubeln
Hamburg (dpa) - 13.11.2005, 11:52 Uhr
Luis Garcia jubelt nach seinem dritten Tor gegen die Slowakei.
Luis Garcia lässt Spanien von der Rückkehr glorreicher Fußball-Zeiten träumen - auch für die Schweiz und Tschechien liegt das Ticket für die Weltmeisterschaft 2006 griffbereit. Schon nach den Playoff-Hinspielen im Kampf um die drei letzten europäischen Startplätze für das Turnier vom 9. Juni bis 9. Juli in Deutschland scheinen die Fronten geklärt. Spanien verschaffte sich mit dem 5:1 gegen die Slowakei ein komfortables Polster für das Rückspiel. Für die Eidgenossen dürfte das 2:0 gegen den WM-Dritten Türkei ebenfalls schon die halbe Miete sein und auch Tschechien liegt als 1:0-Sieger in Norwegen klar auf WM-Kurs. Noch keine Vorentscheidung brachten die Relegations-Hinspiele auf anderen Kontinenten. Der zweifache Weltmeister Uruguay besiegte Australien durch ein Tor des Schalker Bundesliga-Profis Dario Rodriguez mühevoll mit 1:0. Trinidad/Tobago und Bahrain trennten sich in ihrem ersten Duell 1:1.
«Der Retter aus Liverpool - Luis Garcia fällt das Urteil», feierte «El Mundo» den 27 Jahre alten Matchwinner. Die von dem Champions- League-Sieger mit drei Toren garnierte Gala gegen die überforderten Slowaken im Calderon-Stadion von Madrid ließ die Iberer schwärmen. «Nach dem Kantersieg steht Spanien vor der deutschen Grenze», jubelte die Zeitung «As», während der Radiosender Cadena COPE das Resultat gar schon mit dem 5:1 gegen Dänemark bei der Weltmeisterschaft 1986 verglich. Auch Trainer Luis Aragones ist sich seiner Sache sicher: «Unsere Chancen stehen bei 99,9 Prozent.» Im Beisein von König Juan Carlos und Kronprinz Felipe machten Fernando Torres und Garcias Teamkollege Fernando Morientes das Schützenfest gegen die Slowaken perfekt, die zudem Marian Had durch Platzverweis verloren. Auch Kapitän Miroslav Karhan ist für die zweite Partie gesperrt. «Es ist noch nicht vorbei. In Bratislava wird es ein anderes Spiel», kündigte der Wolfsburger Bundesliga-Profi trotzig an. Für Trainer Dusan Galis, der wegen Protestierens auf die Tribüne geschickt wurde, war der italienische Referee Massimo de Santis Sündenbock für das Debakel: «Die Spanier hatten die Hilfe des Schiedsrichters nicht nötig. Mit 11 gegen 14 kann man nicht gewinnen.» |