Der jüngste Erlös aus der Vermarktung der Namensrechte für das Stadion soll in erster Linie nicht für Investitionen in das Team, sondern zur weiteren Rückführung der Verbindlichkeiten in Höhe von derzeit 89 Millionen Euro genutzt werden. Schließlich war diese Umbenennung ohnehin Bestandteil des Sanierungsplans, der dem Club nur einen geringen Spielraum für Transfers lässt. Nach Jahren der ruinösen Geschäftspolitik seiner Vorgänger Gerd Niebaum und Michael Meier verordnete Geschäftsführer Watzke der Borussia einen strengen Sparkurs. Schon im laufenden Geschäftsjahr soll der Verlust auf 8 Millionen Euro verringert werden. Diese Ziele hält Watzke für realisierbar: «Wir wollen in drei Jahren wieder in die schwarzen Zahlen kommen.» Mit der Einstellung von Thomas Treß dokumentiert der BVB, dass die Sanierung oberste Priorität genießt. Der 39 Jahre alte an Fußball bisher nur wenig interessierte Diplom-Kaufmann wechselt von der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft «RölfsPartner» zum BVB. Zusammen mit Jochen Rölfs hatte er das Sanierungskonzept für den schwankenden Branchenriesen erstellt. Vom 1. Januar 2006 an zeichnet Treß als zweiter Geschäftsführer für die Bereiche Finanzen und Organisation verantwortlich. Watzke, der seinen Vertrag vorzeitig bis 2008 verlängerte und in Zukunft ein Jahresgehalt von 400 000 Euro bezieht, soll sich um die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Bereiche Sport, Kommunikation und Sponsoring kümmern. «Ich stehe nicht für das Totsparen. Wir wollen die Grundlagen dafür schaffen, dass hier erfolgreich Fußball gespielt werden kann», sagte Treß.
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