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TV-Rechte für die Bundesliga in neun Paketen

Hannover (dpa) - 29.09.2005, 16:07 Uhr

Ein Spieler hat den Fuß am Ball.
Ein Spieler hat den Fuß am Ball.

Für die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die Fernsehsender beginnt der Kampf um die Bundesliga-Rechte. Der Dachverband kündigte für den 30. September eine erste Teilausschreibung an.

Betroffen sind maximal die Spielzeiten 2006/07, 2007/08 und 2008/09. Insgesamt sollen die audiovisuellen Rechte nach Angaben des Fachmagazins «kicker» in neun Paketen angeboten werden.

Die bestehenden TV-Verträge, die der DFL bisher Gesamteinnahmen von jährlich rund 300 Millionen Euro garantieren, laufen im Sommer 2006 aus. Die DFL und vor allem die Spitzenclubs wie Bayern München erwarten von den neuen Fernsehverträgen eine deutliche Steigerung der Gesamtsumme bis hin zu 500 Millionen Euro.

Bei der Ausschreibung der TV- und Vermarktungsrechte wird sich die DFL an die Vorschriften der EU-Kommission in Brüssel halten. Daher muss der Dachverband der 36 Proficlubs die Ausschreibung auch mit einer Frist von mindestens vier Wochen ankündigen. Die eigentliche Ausschreibung, bei der «qualifizierte Interessenten» ihre Angebote abgeben können, beginnt am 1. November.

«In einer ersten Teilausschreibung werden die Live- und Erstverwertungsrechte sowie definierte Zweitverwertungsrechte für das Medium Fernsehen, die Live- und Erst-Verwertungsrechte für das Medium Internet und die Auslandsverwertungsrechte an den Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga angeboten», erläuterte die DFL das Verfahren.


Unter anderem sollen Live-Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen (Free TV) und Bezahlfernsehen (Pay TV) in zwei Paketen angeboten werden. Die zeitversetzte Zusammenfassung eines Bundesliga- Spieltages, die derzeit samstags in der ARD-Sportschau erfolgt, wird ebenso wie die Zweitliga-Rechte extra ausgeschrieben.

Eine wichtige Rolle spielt auch das Internet. Der Ligaverband muss nach Angaben des Fachmagazins vom 1. Juli 2006 an mindestens 90 Minuten Live-Berichterstattung im Internet anbieten, etwa in Form einer Konferenzschaltung. Dabei soll jedes Spiel mindestens fünf Minuten berücksichtigt werden. Neben der Bundesliga-Vermarktung im Internet und im Mobilfunk soll jeder Club das Recht erhalten, seine Heimspiele mit eintägiger Verzögerung an einen Free TV-Sender im europäischen Wirtschaftsraum zu vermarkten.

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