Die Ukraine führt mit 24 Punkten nun uneinholbar die Gruppe 2 an. Zwar könnte Europameister Griechenland (15) seine verbleibenden drei Spiele gewinnen, doch bei Punktgleichheit wird der direkte Vergleich herangezogen, und in dem haben die Ukrainer (1:0, 1:1) die Nase vorn. Die Türken (17) müssen bei zwei ausstehenden Spielen sogar um Platz zwei bangen, auf den sich neben den von Otto Rehhagel trainierten Griechen auch Dänemark (13) wieder Chancen ausrechnen darf. In Europa qualifizieren sich neben den Gruppensiegern die zwei besten Zweiten direkt. Die anderen Zweitplatzierten ermitteln in Playoffs mit Hin- und Rückspiel drei weitere Teilnehmer. Aus Nord- und Mittelamerika stehen als Erste die USA als Gast in «Good Old Germany» fest. Die Amerikaner gewannen in Columbus/Ohio gegen Mexiko mit 2:0. Damit ist der beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach spielende Torwart Kasey Keller im US-Team nun schon 507 Minuten ohne Gegentor. Nach den 22 Qualifikationsspielen besitzen in Europa die Niederlande, England, Portugal und Italien die besten Chancen. Die Niederlande gewannen in Armenien ebenso glanzlos 1:0 wie England in Wales. Ruud van Nistelrooy traf in Eriwan auf Zuspiel von HSV- Profi Khalid Boulahrouz. «Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, aber nicht mit der Art und Weise», sagte Bondscoach Marco van Basten. «Das war kein Spiel, das wir unseren Kindern zeigen können.» Dennoch lief alles nach Plan, denn Verfolger Tschechien musste sich nach sieben Siegen in Serie Rumänien 0:2 geschlagen geben und rangiert mit vier Punkten Rückstand auf die Niederlande (25) nun auf dem dritten Platz der Gruppe 1. «Die Direktqualifikation für die WM können wir wohl abschreiben», sagte der enttäuschte tschechische Nationaltrainer Karel Brückner. «Den zweiten Gruppenplatz können wir in den ausstehenden drei Spielen aber noch erreichen.» Zumal Rumänien (22) nur noch maximal drei Punkte einfahren kann. Eine gute Ausgangsposition haben in Gruppe 6 auch die unbesiegten Engländer, die dank Joe Coles Treffer (54.) in Cardiff über 19 Punkte aus sieben Spielen verfügen. «Wenn wir so weiter machen, gewinnen wir die Gruppe», sagte Teamchef Sven-Göran Eriksson. Zwar sind die Polen nach dem 3:2-Erfolg gegen Österreich mit 21 Punkten Tabellenführer, doch England hat ein Spiel weniger absolviert und empfängt die Polen zum Gruppenfinale am 12. Oktober in Manchester. Voll im Plan sind auch Portugal, das nach dem 6:0 gegen Luxemburg souverän die Gruppe 3 anführt, und Italien, das trotz des mageren 1:1 in Schottland Spitzenreiter der Gruppe 5 bleibt. Serbien-Montenegro ist nach dem 2:0 über Litauen sogar noch ohne Gegentor Tabellenführer in der Gruppe 7. Bosnien-Herzegowina besiegte dank HSV-Profi Sergej Barbarez Belgien mit 1:0 und erhielt sich die Chance auf Platz zwei. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen bahnt sich in Gruppe 8 an. Kroatien (19) führt nach dem 3:1 auf Island vor Schweden (18), das Bulgarien 3:0 besiegte. Die von Lothar Matthäus trainierten Ungarn (13) dürfen sich nach dem 4:0 gegen Malta noch Hoffnungen auf die Playoffs machen. Am spannendsten geht es in der Europa-Gruppe 4 zu, wo die Schweiz, Irland und Frankreich je 13 Punkte haben. Während die Schweiz beim 1:1 gegen Israel zwei wichtige Zähler verlor, schoss sich der Weltmeister von 1998 beim 3:0 über die Färöer Inseln für das Schlüsselspiel in Dublin ein. «Am Mittwoch müssen wir vor dem Tor effektiver sein», sagte Zinedine Zidane, der im ersten Pflichtspiel nach seiner Rückkehr in die «Equipe Tricolore» neben dem zweifachen Torschützen Djibril Cissé glänzte.
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