Südafrika: Keine Chance mehr auf WM-Ticket
Hamburg (dpa) - 04.09.2005, 21:52 Uhr
Michael Essien sitzt bei einem Freundschaftsspiel gegen Senegal auf der Bank.
Mit einem verdienten 3:2 (2:1)-Erfolg gegen die Elfenbeinküste hat Kamerun die Tabellenführung in der Afrika-Gruppe 3 übernommen und wieder beste Chancen auf das Ticket für die Fußball-WM 2006. Rudolph Douala erzielte in Abidjan in der 86. Minute den erlösenden Siegtreffer für die Gäste. Kamerun übernahm mit 20 Punkten die Führung vor der Elfenbeinküste (19) und kann am 7. Oktober mit einem Heimsieg gegen Ägypten im letzten Spiel seine bereits sechste WM-Teilnahme klar machen. Ghana machte nach dem 2:0 über Uganda einen Riesenschritt in Richtung WM 2006 und besiegelte das Aus für Südafrika. Durch den Erfolg setzte sich Ghana an der Spitze dieser Qualifikations-Gruppe mit 18 Punkten und einer um fünf Treffern besseren Tordifferenz ab. Kongo und Südafrika haben beide 15 Zähler auf dem Konto. Weil der direkte Vergleich zwischen Ghana und Kongo ausgeglichen ist, darf Kongo weiter hoffen, braucht aber am letzten Spieltag einen deutlichen Sieg und zudem eine Niederlage von Ghana. Südafrika hat dagegen keine Chance mehr, weil es im direkten Vergleich zwei Mal gegen Ghana verlor.
In Kumasi/Ghana erzielte Michael Essien, der neue Millionen-Zugang des FC Chelsea, das 1:0 in der elften Minute. Matthew Amoah (15. Minute) erhöhte auf 2:0 und sorgte für Riesenjubel bei den 40 000 Zuschauern, die von der ersten WM-Teilnahme ihres Landes träumen. Dagegen erhielten die Träume von der erstmaligen WM-Endrunden- Teilnahme der Elfenbeinküste einen herben Dämpfer. In einem kampfbetonten Duell vor 35 000 Zuschauern im Stadion Felix Houphouet- Boigny hatte Spanien-Legionär Achille Webo (30./45.) die Gäste mit sehenswerten Treffern zwei Mal in Führung gebracht. Superstar Didier Drogba (38./47. Minute) vom FC Chelsea glich jeweils aus, bevor Douala den sechsten Sieg der «unbezähmbaren Löwen» im neunten Qualifikationsspiel noch aus dem Feuer riss. Nur mit einem Sieg hätte sich die Elfenbeinküste als erste afrikanische Mannschaft für die Endrunde im kommenden Jahr qualifiziert. |