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Stuttgart schießt sich warm für Moskau

Potsdam (dpa) - 19.08.2012, 12:23 Uhr

Die Spieler des VfB Stuttgart bedanken sich nach dem Sieg bei den Fans. Foto: Oliver Mehlis
Die Spieler des VfB Stuttgart bedanken sich nach dem Sieg bei den Fans. Foto: Oliver Mehlis

Beim 5:0 (2:0) beim Sechstligisten SV Falkensee-Finkenkrug hatten sich die Fußball-Profis des VfB Stuttgart für die Partie der Europa-League-Qualifikation warm geschossen und zugleich zum 17. Mal in Serie die erste Runde des DFB-Pokals überstanden.

Dabei musste der Favorit keine Minute zittern. «Wir haben sehr konzentriert gearbeitet und keine Torchance zugelassen. Am Mittwoch wird es aber gegen Moskau ein ganz anderes Spiel», warnte Sportdirektor Fredi Bobic. «Was uns gefehlt hat, war die effektive Chancenverwertung. Aber wir haben diese Pflichtaufgabe ordentlich erfüllt», konstatierte Trainer Bruno Labbadia entspannt. Welche Aufschlüsse ihm das Spiel vor 7250 Zuschauern im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion für die Formation gegen Moskau gegeben habe, wollte der Coach aber nicht offenlegen.

Labbadia will nun erst einmal sondieren, wie seine Profis die Länderspiel-Belastungen der vergangenen Woche weggesteckt haben. «Die Plätze sind noch hartumkämpft», meinte der Trainer und schürte den Konkurrenzkampf, nachdem Vedad Ibisevic (30.), Martin Harnik (43., 54.) sowie die eingewechselten Tunay Torun (79.) und Shinji Okazaki (87.) bei Temperaturen um 30 Grad die Stuttgarter Treffer besorgt hatten. «Jetzt wollen wir auch gegen Moskau zu Null spielen», forderte Doppeltorschütze Harnik.

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Nur eine halbe Stunde gelang es dem Landespokal-Sieger aus Brandenburg - in seinen Reihen ein Schornsteinfeger, ein Polizist, ein Nachtclub-Besitzer und ein Fluglinien-Manager - das «zu Null» zu halten. Doch auch nach dem letztendlich klaren 0:5 ließen sich die «Grünen» aus dem Havelland von ihren Fans auf der Ehrenrunde bejubeln. Mit den 109 677 Euro für das Debüt im DFB-Pokal kann der Verein nun alle Schulden begleichen. Beim Hoffest in ihrem Heimatort ließen die Anhänger ihre Lieblinge noch immer hochleben, erst nach Mitternacht endete die Open-Air-Party in Falkensee.

Trainer Frank «Wuschi» Rohde war da schon nicht mehr dabei. Er genoss in aller Stille den «Erfolg» seiner Truppe. «Ich wäre auch stolz auf diese Mannschaft, wenn sie 0:10 verloren hätte», bekannte der frühere HSV- und Hertha-Profi, der mit dem BFC Dynamo neun Meistertitel zu DDR-Zeiten gefeiert hatte. «Unser Ziel war es, nicht mehr als fünf Gegentore zu kassieren. Und da hat Bruno Labbadia seinen Spielern gesagt, sie sollen auch mal daneben schießen», scherzte Rohde.


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