Trostlos-Premiere für Podolski - Gunners nur 0:0
London (dpa) - 19.08.2012, 10:58 Uhr
Der Auftakt in der Premier League verlief für Lukas Podolski torlos. Foto: Caroline Seidel
Das hatte sich Lukas Podolski ganz anders vorgestellt. Ein wenig trotzig hob der neue Arsenal-Angreifer nach seiner Auswechslung den Daumen - doch die Geste wirkte nach dem torlosen Debüt des deutschen Nationalspielers in der Premier League verfehlt. 0:0 hieß es für die Kölner Fußball-Frohnatur zum Saisonauftakt mit dem FC Arsenal gegen den AFC Sunderland. Ein klassischer Fehlstart für die ambitionierten Londoner. Trainer Arsène Wenger wirkte zerknirscht und sieht bei seinem Sommereinkauf noch Luft nach oben. «Ich glaube, dass Podolski physisch noch nicht so weit ist, aber er hat die Qualität», sagte Wenger am Samstag. Ein Freistoß in der 59. Minute war die beste Aktion des neuen Arsenal-Angreifers. Nach 64 Minuten war die Premiere für Podolski im Emirates-Stadion vorbei. Wenger schickte in Olivier Giroud seine zweite Offensiv-Verpflichtung für ihn auf's Feld. Doch auch der Franzose konnte den Sieg für die glücklosen Gunners nicht erzwingen. Per Mertesacker konnte der eine Punkt auch nicht genügen, doch für den Verteidiger stand immerhin die Null und ein achtbares Club-Comeback nach der Fußverletzung im Februar.
Wenger forderte eine schnelle Steigerung - schon am kommenden Wochenende wartet in Stoke City der nächste unbequeme Kontrahent. Zu viele Punkte darf Arsenal im Wettkampf mit den Spitzenclubs von Manchester City und Manchester United nicht liegen lassen. «Wir müssen in Strafraumnähe kreativer sein», sagte der Franzose - sicher auch in Richtung von Podolski. Einen glücklichen Ex-Kölner gab es in England aber doch. Sascha Riether gewann mit dem FC Fulham gegen Norwich City 5:0 und steht mit den West-Londonern überraschend an der Tabellenspitze der Premier League. Matchwinner war in Doppeltorschütze Mladen Petric ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Spieler. «Er ist ein hervorragender Torjäger, ihn auf der Torschützenliste zu sehen, ist großartig», freute sich Coach Martin Jol, der Petric schon beim HSV trainierte. |