Babbel back in Berlin: Zu gewinnen gibt es fast nichts
Berlin (dpa) - 17.08.2012, 10:30 Uhr
Für Hoffenheims Trainer Markus Babbel gibt es in Berlin viel zu verlieren. Foto: Caroline Seidel
Zum Glück für Markus Babbel ist Berlin so groß. Wenn er nicht will, muss er nicht mal einen Blick auf seine alte Wirkungsstätte richten. Post- statt Olympiastadion, Wedding statt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berliner AK statt Hertha BSC. Gewinnen kann Babbel mit dem Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim bei dem Viertliga-Verein in der Hauptstadt praktisch nichts - ein Sieg wird erwartet - verlieren ziemlich viel. «Wenn wir hundertprozentig konzentriert sind, werden wir eine Runde weiterkommen. Wenn wir das nicht sind, bekommen wir riesengroße Probleme», prophezeite Babbel. Jüngst wurde sein Kollege Jens Härtel zum Berliner Amateurtrainer des Jahres gewählt. Sicherlich auch, weil er in der vergangenen Saison den Landespokal mit dem BAK gewann. Als Bonbon für den Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde bekam der Club wie vor zwei Jahren einen Erstligisten zugelost. Vor 24 Monaten endete die Partie gegen den FSV Mainz 05 denkbar knapp mit einer 1:2-Niederlage.
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Vor zwei Jahren hatte Babbel auch seine Mission in Berlin begonnen. Mit Erfolg, wenngleich stets im Zwiespalt mit den gern knorrigen Hauptstädtern. Die Hertha hatte Babbel nach einem Jahr in der zweiten Liga zurück in die Bundesliga geführt. Er bekannte sich aber nie richtig zur «Arm, aber sexy»-Stadt, stattdessen zog Babbel ein Leben im Hotel vor und reiste an freien Tagen nach Bayern. Mitte Dezember vergangenen Jahres wurde der Erfolgscoach von Hertha vor die Tür gesetzt, er hatte nach seiner Darstellung Wochen zuvor bereits dem Vorstand mitgeteilt, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern. Beim Viertelfinalspiel im DFB-Pokal kurz vor Weihnachten durfte Babbel aber dann schon nicht mehr ran. Erledigt war die Angelegenheit nicht. Die Hertha durch Manager Michael Preetz und Präsident Werner Gegenbauer sowie Babbel leisteten sich eine verbale Schlacht ohne Gewinner. Noch schlimmer: Nach dem anschließenden Trainer-Wechsel-dich stieg die Hertha ab. |