Sammer und Heynckes wollen Gomez-Thema abhaken
Hamburg (dpa) - 05.08.2012, 11:55 Uhr
Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer ärgert sich über die Kritik an Mario Gomez. Foto: Tobias Hase
Die Kritik von Präsident Uli Hoeneß an Mario Gomez passt vielen beim FC Bayern überhaupt nicht in den Kram. Matthias Sammer und Jupp Heynckes reagierten am Wochenende äußerst gereizt auf die harschen Worte vom mächtigen Münchner Alphatier in Richtung des Fußball-Nationalstürmers. «Dass Mario öffentlich kritisiert wird, lassen wir nicht zu», sagte der frühere Dortmunder Meistertrainer dem TV-Sender Sat.1. Zwar habe Hoeneß «alle Rechte», aber «so richtig hat uns das nicht gefallen», bekräftigte der neue Sportchef am Rande des Kurzturniers «Liga total Cup» in Hamburg, bei dem die Bayern schon im Halbfinale im Elfmeterschießen an Werder Bremen scheiterten. Viel mehr als die dürftige Leistung mitten in der Vorbereitung ärgerte Trainer Heynckes und Sportvorstand Sammer aber die unnötige Diskussion in der Bundesliga-Pause um Gomez. «Das ist kein Thema mehr, es ist abgearbeitet und ich sage dazu nichts mehr», meinte der Coach, den die Nebengeräusche sichtlich nerven. Mit dem Satz «Ich kann dem Präsidenten nicht verbieten, etwas zu sagen» deutete er an, wie deplatziert er die Aussagen von Hoeneß empfunden hatte.
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Der hatte kritisiert, Gomez sei «gut, aber nicht sehr gut. Wenn er sehr gut wäre, wären wir jetzt Champions-League-Sieger». Später schob er nach, den Angreifer mit seiner forschen Aussage anstacheln zu wollen. «Früher konnte man einen Spieler mit so etwas noch einmal motivieren, das ist heute vorbei», meinte Heynckes dazu. Sammer forderte ein einheitlicheres Auftreten. «Wenn wir den Schritt von gut zu sehr gut machen wollen, müssen wir das auch im gesamten Verein suchen», sagte er am Samstag und bekräftigte: «Wir müssen alle zusammen geschlossen nach außen wirken.» Gomez trainiere engagiert, «er ist heiß, er ist griffig, und wir müssen ihm jetzt wieder mehr Vertrauen geben.» |