Angriffslustige Bayern lechzen nach Pokalen
München (dpa) - 01.08.2012, 20:28 Uhr
Schweinsteiger fühlt sich fit und will mit den Bayern in die Erfolgsspur zurück. Foto: Andreas Gebert
Bayern-Präsident Uli Hoeneß stand passenderweise neben den glänzenden Trophäen der Double-Siege 2005 und 2006 im neuen Vereinsmuseum, als ihn die Aktualität einholte. «Wir müssen die Scharte aus der Vorsaison jetzt auswetzen», forderte das Urgestein des Münchner Rekordmeisters am Rande des offiziellen Startschusses für das neue FCB-Vereinsmuseum in der Allianz Arena. Nach drei Vizetiteln im Vorjahr blicken die rot-weißen Fußballer dem Saisonstart in dreieinhalb Wochen voller Angriffslust entgegen. Das trophäenlose Frühjahr sei abgehakt - «ich habe das Gefühl, dass die Jungs das gut verarbeitet haben», urteilte Hoeneß. Und verlangte unverblümt «neue Höhenflüge» von seinen Kickern. Auf Ebene drei der Allianz Arena können die Fans auf 3050 Quadratmetern die Geschichte und Erfolge des FCB erleben - zahlreiche Original-Exponate und interaktive Elemente stehen bereit. Im Mai wäre beinahe durch den fünften Triumph in der europäischen Königsklasse ein weiterer Pott hinzugekommen, doch der FC Chelsea war zu stark. «Das ist nun mal der schönste Pokal, den hätte ich natürlich gerne genommen», sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch.
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Die Chance vom einmaligen Heimtriumph der Champions League ist passé, das Selbstvertrauen der Münchner aber ungebrochen. «Es herrscht Aufbruchstimmung und ein großer Titelhunger», sagte Rummenigge. Von Bedeutung sei, «dass wir in der neuen Saison wieder einen Titel holen, und der wichtigste ist für uns die Meisterschaft». Flügelflitzer Franck Ribéry erklärte den Bundesligatitel via «Sport Bild» (Mittwoch) gar zur Pflichtaufgabe. «Wir sind die Mannschaft mit dem größten Potenzial in Deutschland», sagte der Franzose. Zweimal jagten die Dortmunder Borussen den Bayern den nationalen Titel in jüngster Vergangenheit ab, schon am 12. August gibt es ein erstes Wiedersehen beim Endspiel um den Supercup in München. Auch wenn sich der BVB zu einem «ernstzunehmenden Rivalen» entwickelt habe, glaubt Ribéry, «dass wir stärker besetzt sind». Im ersten Härtetest wollen die Bayern ihre Stärke bewiesen - am liebsten auch wieder mit Bastian Schweinsteiger. |