Elf Neue sind es bislang bei der Frankfurter Eintracht. Zu den prominentesten Namen zählt im Sturm Olivier Occean von Mitaufsteiger Fürth. Mit 17 Treffern war der Kanadier, der vor zwei Jahren noch beim Erzrivalen Kickers Offenbach in der dritten Liga stürmte, vergangene Saison gemeinsam mit Frankfurts Alexander Meier und Paderborns Nick Proschwitz erfolgreichster Zweitliga-Torschütze. Neben Occean kam Bastian Oczipka aus Leverkusen, im Angriff wurde der Österreicher Erwin Hoffer ein weiteres Jahr aus Neapel ausgeliehen. Und dann ist da noch Torwart Kevin Trapp, 1,5 Millionen Euro überwiesen die Hessen für den 22-Jährigen an Kaiserslautern. Das Duell mit dem ewigen Oka Nikolov, der seit 1994 bei der Eintracht ist, scheut Trapp nicht. «Mein absoluter Anspruch ist, Nummer eins zu sein», sagte er vor wenigen Wochen. Rund 2,5 Millionen Euro spülte der Verkauf des kroatischen Abwehrspielers Gordon Schildenfeld an Dynamo Moskau in die Kassen der klammen Eintracht. Als Ersatz wurde der norwegische Nationalspieler Vadim Demidov vom spanischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian verpflichtet. Vorgesehen sind noch ein weiterer Neuzugang für die Innenverteidigung - möglicherweise Carlos Zambrano von Zweitligist St. Pauli - und ein Stürmer. Als «Backup» für Occean, wie es Sportdirektor Bruno Hübner ausdrückt. Denn Mohamadou Idrissou ließen die Frankfurter nach zuletzt 14 Toren gen Kaiserslautern ziehen. Der Bundesliga-Debütant aus Fürth tat sich zunächst schwer mit Verstärkungen, der Abgang von Occean riss ein Loch in den Kader. Rechtzeitig vor der Abreise ins Trainingslager am österreichischen Walchsee sicherten sich die Kleeblätter die Dienste des dänischen EM-Kickers Tobias Mikkelsen. Der 25-jährige Flügelstürmer kommt vom dänischen Meister FC Nordsjaelland. «An der Verpflichtung haben wir vier Wochen gearbeitet», bekannte Präsident Helmut Hack. Zuvor hatten sich die Franken auch Absagen eingehandelt. Präsident Hack umschrieb das Dilemma vor dem Mikkelsen-Coup so: «Es ist nun mal eine außerordentlich schwierige Übung, die hohe Qualität, die wir haben wollen, zu einem erschwinglichen Preis zu kaufen oder zu leihen. Das ist schon für Vereine schwierig, die auch mal vier oder 14 Millionen in die Hand nehmen, für uns umso mehr.»
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