Kältetherapie verschafft Ribéry und Co. kühlen Kopf
Donezk (dpa) - 14.06.2012, 10:35 Uhr
Franck Ribéry regeneriert seinen Körper in der Kältekammer. Foto: Franck Fife
Franck Ribérys Mitspieler hatten trotz der schwülen Hitze ihren Spaß. Mit einer weißen Unterhose bekleidet stieg der Bayern-Star in den mannshohen Tank im Hoteleingang, nur sein Kopf schaute noch heraus, feiner Nebel erhob sich. Während Samir Nasri und Co. nach dem schweißtreibenden Abendtraining mit Kühlwesten am Oberkörper feixend um die Kältekammer herumtobten, regenerierte Frankreichs Flügelflitzer bei minus 160 Grad für das zweite EM-Spiel gegen die Ukraine. Für drei Minuten klettern die Spieler von Nationaltrainer Laurent Blanc in Donezk jeden Abend in die Kabine, um die bei drückender Wärme dringend benötigte Energie zurückzugewinnen und Muskelbeschwerden vorzubeugen. In der Donbass Arena fürchtet das Team von Nationaltrainer Laurent Blanc am Freitag neben Superstar Andrej Schewtschenko vor allem die Temperaturen von etwa 32 Grad mit einem möglichen Gewitter. «Leider können wir die Westen nicht mit auf das Spielfeld nehmen», scherzte Blanc, «wir müssen uns gut erholen. Wenn es so heiß wird, wird es kompliziert.»
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Eine schwierige Entwicklung drohte auch durch den Ärger um den provokanten Torjubel von Nasri beim müden 1:1 zum Auftakt gegen England. Doch nachdem Verbandspräsident Noël Le Graët die beginnende Affäre schnell für beendet erklärte und so (zunächst) für mediale Ruhe sorgte, geben sich Ribéry und Co. im Trainingszentrum Kirscha nach außen wieder betont locker. Vor dem Duell mit dem Tabellenführer spielten Florent Malouda und Patrice Evra auf einem schattigen Kiesweg des Geländes eine Partie Boule. Yann M'Vila versuchte beim Angeln im nahen künstlichen See mit der Spinnrute, den einen oder anderen Raubfisch zu überlisten. Die idyllischen Szenen sollen die Harmonie und Ruhe in die Heimat vermitteln, die Frankreichs Fans bei der WM 2010 in Südafrika mit dem beschämenden Trainingsstreik so schmerzlich vermissten. |