Sieg bewahrt Tschechen vor EM-Aus - Griechen gefährdet
Breslau (dpa) - 12.06.2012, 21:02 Uhr
Die Tschechen haben durch den Sieg gegen Griechenland die Viertelfinal-Chancen gewahrt. Foto: Filip Singer
Mit einem Wolfsburger Blitz-Doppelpack und starken Nerven hat Tschechien das frühe EM-Aus vermieden und Griechenlands Viertelfinalchancen minimiert. Im Duell der Ex-Europameister zitterten sich die Tschechen in Breslau beim 2:1 (2:0) zu den ersten drei Punkten in der Gruppe A. VfL-Profi Petr Jiracek (3.) und sein künftiger Wolfsburger Teamkollege Vaclav Pilar (6.) sorgten für die schnellste 2:0-Führung der EM-Geschichte, Theofanis Gekas (53.) machte es wieder spannend. Zu mehr reichte es nicht für die Griechen, die vor dem letzten Spiel gegen Russland weiter nur einen Punkt haben und ihren Halbfinal-Erfolg gegen Tschechien bei der EM 2004 nicht wiederholen konnten. Der Champion von 1976 trifft am Samstag noch auf Co-Gastgeber Polen. «Das war ein wichtiger Sieg für uns. Jetzt haben wir es selbst in der Hand. Wir wollten uns für das Russland-Spiel rehabilitieren, das ist uns gelungen», sagte der zur Pause ausgewechselte Kapitän Tomas Rosicky, dessen Einsatz gegen Polen wegen Achillessehnenproblemen fraglich ist. Trainer Michal Bilek meinte: «Wir haben super begonnen, das haben wir auch gegen Russland gemacht, aber diesmal haben wir weiter standgehalten.»
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Gegen die notgedrungen umformierte griechische Abwehr erwischten die unter Druck stehenden Tschechen einen Traumstart. Tomas Hübschman spielte mustergültig steil auf Jiracek, der Schlussmann Konstantinos Chalkias nach nur 135 Sekunden von der Strafraumgrenze aus zum viertenschnellsten Tor der EM-Historie überwand. Nur drei Minuten später setzte sich Theodor Gebre Selassie auf der rechten Seite durch. Chalkias erwischte den Rückpass in die Mitte nicht, wo sich der schmächtige Pilar gegen Konstantinos Katsouranis und Vassilios Torosidis durchsetzte und das Leder zu seinem zweiten Turniertor ins Netz drückte. «Die ersten zehn Minuten haben uns das Spiel gekostet», sagte Griechenlands Trainer Fernando Santos, betonte aber vor dem letzten Gruppenspiel: «Wir haben immer noch Hoffnung.» Der etatmäßige Mittelfeldspieler Katsouranis musste mit dem Schalker Kyriakos Papadopoulos die Innenverteidigung bilden. Dort fehlten der gesperrte Bremer Sokratis und Avraam Papadopoulos wegen seines beim 1:1 gegen Polen erlittenen Kreuzbandrisses. Zu allem Überfluss ließ sich der angeschlagene Schlussmann Chalkias nach 22 Minuten gegen Michail Sifakis auswechseln. |