«Das Wichtigste ist, an sich selbst zu glauben», gibt Breno als sein Lebensmotto aus. Doch nach all den Rückschlägen war der Glaube an die eigenen Stärke irgendwann wohl erschöpft, das erhoffte Fußball-Märchen wurde für den jungen Familienvater mehr und mehr zum Alptraum. Am Morgen des 19. September 2011 erfuhr Breno, dass ihm möglicherweise erneut ein Eingriff am lädierten Knie droht. Kurz nach Mitternacht ging dann die von ihm angemietete Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald in Flammen auf. Schnell geriet Breno unter Verdacht, das Haus vorsätzlich angezündet zu haben. «Ich hatte in Brasilien weniger Geld und weniger Luxus, war aber ein glücklicher Mensch. Hier habe ich Geld, aber mir fehlt alles andere», hatte der junge Profi lange vor der folgenreichen Brandnacht einmal einem Interview gesagt. Damals nahm die traurige Aussage kaum jemand ernst. Ob Breno nun nach seiner Bayern-Zeit woanders - etwa in Italien - einen Neuanfang starten kann, bleibt ungewiss. Jung genug wäre er auf jeden Fall. Aber das hängt auch vom Urteil im Münchner Prozess ab.
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