Aussortiert werden aller Voraussicht einige sehr teure Akteure, denn im Gegensatz zu 27 Millionen Euro Spielerbudget in der 1. Liga müssen die Hauptstädter eine Klasse tiefer mit rund 13 Millionen Euro auskommen. Zu den Spitzenverdienern gehören Raffael und Adrian Ramos - die schon von sich aus den Gang ins Unterhaus vermutlich nicht mitmachen wollen - sowie Lell. Der frühere Bayern-Profi hat für die 2. Liga nicht mal einen Vertrag, wie Manager Preetz deutlich machte. Luhukay nannte «vor allem die Charaktereinstellung» als zentrales Kriterium für eine Weiterbeschäftigung in Berlin. Ob Lell, der sich vor zwei Wochen im Training mit Mitspielern und Coaches anlegte und sogar handgreiflich wurde, und der von Otto Rehhagel aussortierte Andreas Ottl in jenes Anforderungsprofil passen, ist fraglich. Spieler wie Peter Niemeyer, Roman Hubnik und Fabian Lustenberger haben den Lells, Ottls, Eberts und Raffaels in der Gunst von Manager Preetz bereits den Rang abgelaufen. Für Trainer Luhukay geht es um die «gute Mischung zwischen Erfahrung und Unerfahrenheit, zwischen älteren und jüngeren Spielern. Wenn wir da eine gute Verteilung finden, können wir eine neue Dynamik entwickeln.» Die Fans weiß der Niederländer bereits auf seiner Seite, nicht zuletzt durch das klare Bekenntnis zur eigenen Nachwuchsabteilung. Hertha will Luhukay in der neuen Saison einen speziellen Co-Trainer nur für die Jugendspieler suchen. «Man kann auch mit geringerer Qualität das Maximum erreichen», findet der Trainer, dem ebenjener Spagat schon mit dem FC Augsburg eindrucksvoll gelungen ist.
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