Van der Vaart trifft - Werbung bei Elftal und Schalke
Rotterdam (dpa) - 31.05.2012, 12:54 Uhr
Rafael van der Vaart (l) freut sich mit Arjen Robben über sein Tor gegen die Slowakei. Foto: Stanley Gontha
Rafael van der Vaart will bei der EM in Polen und der Ukraine unbedingt zur Stammformation der Niederländer gehören. Schließlich gilt es auch, Werbung in eigener Sache zu machen. Doch die Konkurrenz beim deutschen Gruppengegner ist riesig. Van der Vaart schlenderte gut gelaunt durch die Katakomben des Rotterdamer Stadions. Nach seinem 18. Länderspieltreffer hatte der 29-Jährige auch allen Grund dazu, zufrieden zu sein. Denn sowohl im Kampf um einen EM-Stammplatz als auch bei den Verhandlungen über einen möglichen Wechsel zum FC Schalke 04 machte der Mittelfeldspieler mit seinem Tor zum 2:0-Endstand gegen die Slowakei willkommene Werbung in eigener Sache. «Wenn Sie so wollen, war es eine Art Visitenkarte», sagte van der Vaart den Journalisten mit einem Grinsen im Gesicht. Vor dem zweiten Testspiel der Niederländer vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft war die Gemütslage bei van der Vaart noch eine gänzlich andere gewesen. Denn nach dem peinlichen 1:2 des zweiten deutschen Vorrundengegners gegen Bulgarien am vergangenen Samstag hatte Bondscoach Bert van Marwijk sein Team kräftig durcheinandergewirbelt und van der Vaart wie Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar auf die Bank gesetzt.
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Auf van der Vaarts Lieblingsposition hinter der zentralen Spitze Robin van Persie spielte wie gewohnt Wesley Sneijder, auf den Flügeln durften sich Arjen Robben (rechts) und Ibrahim Afellay (links) versuchen. Und auf der Doppelsechs vertraute van Marwijk auf das Zerstörer-Duo Mark van Bommel und Nigel de Jong. Für van der Vaart blieb da kein Platz. Erst, als Sneijder nach 51. Minuten verletzt vom Platz humpelte, durfte der frühere Hamburger ran - und nutzte seine Chance. «Jede Minute, die ich bekomme, sehe ich als Chance und ich glaube, ich bin ganz gut reingekommen», sagte van der Vaart bescheiden. Aus Erfahrung weiß er, dass es van Marwijk nicht gerne sieht, wenn Spieler in der Öffentlichkeit Forderungen stellen. Deshalb hielt er sich mit Kritik an seiner Reservistenrolle zurück - und ließ Taten sprechen. |