DFB-Frauen auf EM-Kurs: Sieg gegen Rumänien Pflicht
Marienfeld (dpa) - 30.05.2012, 15:28 Uhr
Die deutsche Mannschaft muss auf Celia Okoyino da Mbabi verzichten. Foto: Sigi Tischler
Nur drei Tage nach Abschluss der Bundesliga-Saison müssen die Fußball-Nationalspielerinnen noch einmal die letzten Kräfte für eine unangenehme Pflichtaufgabe mobilisieren. Im drittletzten EM-Qualifikationsspiel gegen die Defensiv-Künstlerinnen aus Rumänien am Donnerstag in Bielefeld will die DFB-Elf die gute Ausgangsposition als Tabellenführer der Gruppe 2 auf keinen Fall verspielen. «Wir wollen uns auf direktem Weg für die EM in Schweden qualifizieren. Dazu ist ein Sieg über Rumänien notwendig», betonte Silvia Neid im Trainingsquartier «Hotel Kosterpforte» in Marienfeld. Nach den kurzfristigen Absagen von Lira Bajramaj und Torjägerin Celia Okoyino da Mbabi (Muskelfaserriss im Oberschenkel) muss die Bundestrainerin aber ohne ein halbes Dutzend Stammkräfte auskommen. Insbesondere die Stürmerin von Bad Neuenahr, die zuletzt bei den Siegen gegen Spanien (5:0) und die Schweiz (6:0) jeweils viermal getroffen hatte, ist kaum zu ersetzen. «Beide werden uns fehlen. Vor allem Celia hat zuletzt ja viele Tore erzielt», meinte Neid.
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Zudem stehen die Weltmeisterinnen Nadine Angerer (Knorpelschaden im Knie), Kim Kulig (Knie), Anja Mittag (Gelb-Sperre) und die für den Schweizer Meister FC Zürich spielende Inka Grings, die nach ihrer Achillessehnen-Operation im Februar noch nicht wieder berücksichtigt wurde, nicht zur Verfügung. «Inka war lange verletzt und ist noch nicht bei hundert Prozent», erklärte Neid. Immerhin fiebert Simone Laudehr nach langer Verletzungspause (Meniskus-OP) ihrem Comeback entgegen, zumal ihre Mutter aus Rumänien stammt. «Ich bin fit und freue mich, wieder dabei zu sein.» Beim 3:0 im Hinspiel im vergangenen Oktober tat sich der Rekord-Europameister schwer gegen die aggressiv verteidigenden Rumäninnen, die sich vor allem aufs Tore verhindern verstehen. Nur Deutschland (19 Punkte/42:3 Tore) und der Zweite Spanien (16/36:10) kassierten in sieben Spielen weniger Gegentore als der Gruppen-Dritte aus Osteuropa (12/16:13). |