«Es geht darum, dass wir unsere Probleme lösen. Wir müssen vorankommen und das Schiff, das in sehr wildem Wasser fuhr, wieder in ruhige Gewässer führen, wo Stabilität und Nachhaltigkeit herrschen», sagte Blatter. Für Verwirrung und Aufregung in der fensterlosen Messehalle in der ungarischen Hauptstadt sorgte der 76 Jahre alte Schweizer mit einer grundsätzlichen Bemerkung zum Elfmeterschießen. Knapp eine Woche nach der Niederlage des FC Bayern im Elfmeterschießen des Champions-League-Finals gegen den FC Chelsea sagte Blatter: «Fußball kann eine Tragödie sein, wenn es zum Elfmeterschießen kommt. Fußball ist ein Mannschaftssport, und wenn es zum Duell eins gegen eins kommt, verliert er seinen Grundgedanken.» Mit Blick auf die Task Force Football 2014 unter dem Vorsitz von Franz Beckenbauer ergänzte Blatter: «Vielleicht können sie eine Lösung finden, vielleicht nicht heute, aber in der Zukunft.» Nach einer 20-minütigen Sitzungspause betonte er allerdings, dass seine Worte nicht missverstanden werden sollten. «Ich habe nie gesagt, dass wir das Elfmeterschießen abschaffen sollten», erklärte Blatter. Ansonsten verlief der Kongress im Gegensatz zur letztjährigen Zusammenkunft, als die FIFA nach Bestechungsvorwürfen gegen die Exekutivkomitee-Mitglieder Mohamed bin Hammam und Jack Warner sowie den Korruptionsanschuldigungen bei der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 (an Russland) und 2022 (an Katar) in die schlimmste Krise ihrer Geschichte geschlittert war, harmonisch und ohne jeglichen Diskussionsbeitrag. Zwei vermeintlich kontroverse Anträge wurden sogar kurzfristig zurückgezogen. Der Südsudan ist als 209. Mitglied in den Fußball-Weltverband aufgenommen worden. Das beschloss der FIFA-Kongress. Das Land hatte sich erst im Sommer 2011 nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg vom Sudan abgespalten. «Herzlich willkommen», sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter beim Einzug der Delegation des afrikanischen Verbandes.
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