Zugleich spricht für die gebühren-finanzierte ARD, dass den Vereinen hohe Einschaltquoten garantiert sind: Am vergangenen Samstag schauten beispielsweise 5,63 Millionen Menschen die «Sportschau», was einem Marktanteil von 26,7 Prozent entspricht. Solche Zahlen sind für die Sponsoren der Vereine wichtig und derzeit im Internet noch nicht zu erreichen. Die erhoffte Einnahmesteigerung verspricht vielmehr der Zweikampf von Sky und Telekom. Der Pay-TV-Sender aus Unterföhring ist schon seit langem der größte Zahlmeister für die Liga. Im letzten Jahr des noch laufenden Vertrages zahlt der Premiere-Nachfolger in der Saison 2012/13 immerhin 275 von insgesamt 440 Millionen. Bei einem Zuschlag für die Telekom droht dem defizitären Bezahlsender das Aus, der Liga würde damit auch langfristig ein Interessent wegbrechen. Der von Seifert erwünschte Wettbewerb würde dann bei der nächsten Ausschreibung ohne Sky stattfinden. Gegen die Telekom sprechen weitere Gründe. Erhielte das Telekommunikations-Unternehmen das Paket mit den Pay-TV-Rechten, müsste es große Teile an andere Unternehmen weiterverkaufen. Wegen der Staatsbeteiligung darf die Telekom, die derzeit via IPTV die Bundesliga im Internet zeigt, nicht selber als TV-Anbieter auftreten.
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