Aus für Daum: Hannover im Europa-League-Achtelfinale
Brügge (dpa) - 23.02.2012, 22:18 Uhr
Torschütze Diouf (r) feiert sein Tor mit den Teamkameraden. Foto: Federico Gambarini
Hannover 96 hat Christoph Daum und seinen FC Brügge aus der Europa League geschossen. Eine Woche nach dem hochdramatischen 2:1-Sieg über die Belgier schafften die Niedersachsen mit einem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg souverän den Einzug ins Achtelfinale. Hannovers Torschütze Mame Diouf sank auf die Knie und küsste den braunen Rasen von Brügge. Erschöpft feierte der Angreifer mit seinen Kollegen das Weiterkommen, während Brügges deutscher Trainer Christoph Daum enttäuscht in den Katakomben verschwand. «Wir sind kaputt, aber in sehr guter Laune», kommentierte 96-Trainer Mirko Slomka. Während Slomka strahlte, musste Daum mit leerem Blick zugeben: «Beide Spiele gesehen, war Hannover besser.» Für den Bundesliga-Siebten ist es der größte Erfolg der Vereinsgeschichte auf der internationalen Fußball-Bühne. «Das Spiel unserer Mannschaft war überzeugend», sagte Clubchef Martin Kind. «Das ist eine außergewöhnliche Entwicklung. Da können wir stolz auf die Mannschaft sein.»
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Beim Kampf um den Einzug ins Viertelfinale geht es für Hannover am 8. März erneut nach Belgien zu Standard Lüttich, schon in der Gruppenphase Gegner der Niedersachsen. Dort wird Jan Schlaudraff gelb-gesperrt fehlen. Das Achtelfinal-Rückspiel in der AWD-Arena wird am 15. März angepfiffen. Zu Hause war Hannover in der Gruppenphase gegen Standard über ein 0:0 nicht hinausgekommen, in Lüttich hatte 96 mit 0:2 verloren. «Diese Herausforderung werden wir annehmen und unsere Chance nutzen», sagte Kind. «Da haben wir etwas gerade zu rücken», kommentierte der starke Torwart Ron-Robert Zieler. Der Keeper war bester Mann auf dem Platz neben Mame Diouf, der in der 21. Minute das Tor erzielte. Der Nationaltorhüter überzeugte mit einer Klasseleistung und ist nun genau wie sein Team in diesem Jahr noch ungeschlagen. Mit starken Paraden verhinderte der junge Schlussmann durchaus mögliche Treffer der Hausherren im Jan-Breydel-Stadion. «Es war ein heißer Kampf. Wir wussten, dass es ein hartes Spiel wird, gerade auf diesem Boden», sagte Zieler. «Das ist ein Super-Gefühl, für die Mannschaft, für die Fans, für die Stadt.» |