Pech für Ranieri - Inters Alptraum geht weiter
Marseille (dpa) - 23.02.2012, 11:03 Uhr
Claudio Ranieri hat mit Inter keinen Erfolg. Foto: Guillaume Horcajuelo
Inter Mailand steht vor dem Champions League-K.o., Club-Präsident Massimo Moratti vor einem Scherbenhaufen. Seit dem Triumph in der Königsklasse vor zwei Jahren geht es mit seinem Starensemble steil bergab. Die 0:1-Achtelfinal-Pleite bei Olympique Marseille markiert den bisherigen Tiefpunkt des Niedergangs. «Ein Alptraum ohne Ende», titelte die Zeitung «Tuttosport». Ob Trainer Claudio Ranieri beim Rückspiel noch auf der Bank sitzt, ist fraglich. Im Stade Vélodrome verschenkte Inter nach einer endlich mal wieder ordentlichen Leistung seine gute Ausgangsposition für die zweite Partie am 13. März. Nach einem Abwehrfehler gelang dem ghanaischen Nationalspieler André Ayew in der dritten Minute der Nachspielzeit per Kopfball das goldene Tor für die Franzosen. «Dieses Spiel hätten wir nicht verlieren dürfen», klagte ein entsetzter Ranieri. «Das tut wirklich weh», sagte Torwart Julio Cesar.
Die einzige Chance der Franzosen führte zum Gegentor. Ranieri fühlt sich vom Pech verfolgt: «Es läuft einfach alles schief», meinte der Römer. Selbst Marseilles Trainer Didier Deschamps hatte Mitleid mit den Italienern. «Vielleicht wäre ein Unentschieden gerechter gewesen», sagte der Coach, dessen Team in der Liga seit drei Monaten ungeschlagen ist und sich nun berechtigte Hoffnungen auf den Einzug ins Viertelfinale der Champions-League machen darf. Den Mailändern werden in Italien kaum noch Chancen eingeräumt. «Inter, du bist am Boden. Es wird immer schlimmer», schrieb die «Gazzetta dello Sport». Sechs Niederlagen in den letzten sieben Spielen und vier Pleiten in Serie haben Inter jegliches Selbstvertrauen geraubt. «Die Jungs sind entmutigt», gab Ranieri zu. Seit 396 Minuten blieb sein Team auswärts ohne Torerfolg und kassierte 18 Gegentreffer in neun Spielen. |